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Seit 1996 gibt es den Radweg zwischen Krofdorf und Wißmar - jetzt steht das Erneuern der Brücke an.

Beton und Stahl statt Holz

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Wettenberg (so). Kein schöner Anblick, der sich seit mehr als zwei Jahren bietet: Rot-weiße Absperrgitter sichern notdürftig das schadhafte Geländer der kleinen Brücke für Fußgänger und Radler, die am Abzweig zur Gesamtschule Gleiberger Land zwischen Krofdorf und Wißmar über den Gleibach führt. Feuchtigkeit hat der hölzernen Konstruktion zugesetzt, zudem Vandalismus. Jetzt soll ein Neubau her: 80 000 Euro sind dafür veranschlagt.

1996 war der Radweg gebaut worden, seitdem steht dort die Brücke aus Zedern- und Lärchenholz. Teile des Geländers sind vor gut zehn Jahren schon einmal erneuert worden. Jetzt soll die gesamte Holzkonstruktion einer Ausführung in Beton weichen.

Hessen-Mobil-Sprecherin Claudia Friebertshäuser: "Die knapp acht Meter lange Radwegebrücke aus Holz ist so stark beschädigt, dass sie vollständig ersetzt werden muss." Nicht nur Geländer und Teile des Belags seien schadhaft; auch an der Unterkonstruktion der Brücke sind Feuchteschäden festgestellt worden.

Nässe und Vandalismus

Zudem weise das Bauwerk keinen konstruktiven Holzschutz auf. Und da das Gelände rund um die Brücke sehr feucht ist, sei im letzten Brückenprüfbericht empfohlen worden, dort zukünftig keine Konstruktion aus Holz zu verwenden, die zudem einen höheren Wartungsaufwand erfordert, so die Auskunft von Hessen Mobil.

Zuerst war ein Sanieren respektive Erneuern in einer Aluminiumkonstruktion im Jahr 2018 vorgesehen. Dann wurde jedoch umgeplant, um die Brücke für eine erhöhte Last tauglich zu machen. Gedacht ist dabei an das dort eher seltene, aber eben mögliche Queren von Pferden - ergo gibt es jetzt eine Betonkonstruktion.

Die Tragfähigkeit der Brückenwiderlager und der Brückenfundamente ist zwischenzeitlich inspiziert worden. Die Voruntersuchungen haben nach Auskunft von Hessen-Mobil-Sprecherin Friebertshäuser ergeben, dass Widerlager und Fundamente eine ausreichende Tragfähigkeit haben sollten, um den Überbau aus Stahlbeton-Fertigteilen aufnehmen zu können.

Die Arbeiten sollen jetzt ausgeschrieben werden. Geplant ist, zum Jahresende die neue Brücke zu montieren. Den Landkreis Gießen als Eigentümer des Radweges und damit als Auftraggeber wird dies voraussichtlich rund 80 000 Euro kosten.

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