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Das Freibad Gleiberger Land in Krofdorf darf derzeit nur mit Voranmeldung besucht werden. Angesichts der Beschwernisse will die Gemeinde den jüngeren Besuchern beim Eintritt entgegenkommen.

Bald bis 17 Jahre freier Eintritt

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Wettenberg (so). Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sollen bis zum Ende der Saison freien Eintritt im Freibad Gleiberger Land bekommen. Das hat die Gemeindevertretung am Donnerstag nach eingehender Beratung beschlossen. Es gab sogar Ideen, dies noch auf Ältere auszuweiten. Auch für den Wißmarer See soll eine ähnliche Regelung gefunden werden - und zwar im Gespräch mit dem Pächter und gegen Kostenerstattung.

Mit der zeitnahen Umsetzung der Beschlüsse ist die Verwaltung betraut. Ab wann die Regelung gilt, wird im Amtsblatt und auf der kommunalen Webseite veröffentlicht.

Gleich mehrere Anträge und Initiativen lagen auf dem Tisch, wie man das Bad für die Menschen attraktiver machen kann. Gemeindevorstand und SPD/Grüne hatten freien Eintritt bis 12 Jahre vorgeschlagen und für die 13- bis 17-Jährigen die Ferienkarte zu 16 Euro. Alternativ war die Saisonkarte im Gespräch für Kinder- und Jugendliche über 12 Jahre. Die CDU plädierte für Freien Eintritt bis 16. Beschlossen wurde letztlich mit Stimmen aus allen politischen Lagern frei bis 17 Jahre. Wer als Jugendlicher allerdings schon eine Saisonkarte gekauft hat, für den ändert sich wohl nichts. Ein (Teil-)Erstatten ist erst einmal nicht vorgesehen.

Sorge macht man sich bei der CDU zudem darum, dass die Kinder nicht mehr im erwünschten Maße Schwimmen lernen. »Die Defizite bei den Schwimmkenntnissen nehmen zu«, beklagt Fraktionsvorsitzender Gerhard Noeske. Denn durch Corona sei es zu weiteren Einschränkungen gekommen. Zweit- und Drittklässler hätten vielfach im vergangenen Jahr keinen Schwimmunterricht erhalten, unterstrich auch Matthias Schulz (Grüne).

Nach Angaben der DLRG können bis zu 60 Prozent der Zehnjährigen nicht richtig schwimmen. Deshalb haben auch SPD und Grüne nach Wegen gesucht, Angebote für die Grundschulen respektive Schüler zu machen. Der Erste Beigeordnete Ralf Volgmann war bereits mit drei Wettenberger Grundschulen und Elternvertretern im Austausch. Das Ergebnis der Abfrage nach Schwimmkursen: Hoher Bedarf. Die Idee: Gemeinsam mit dem Schulen in den Sommermonaten Angebote für Schwimmkurse zu machen und dabei Schulen und Schülern finanziell entgegenzukommen.

Die CDU regt an, dass Schwimmkurse im Freibad mit dem Schwimmmeister oder der DLRG insbesondere während der Ferienspiele angeboten werden. Zur Finanzierung sollte geschaut werden, ob das »Corona-Aufholpaket« des Bundes oder das Landesprogramm »Löwenstark« weiterhelfen können. Dies wird jetzt geprüft.

Hinsichtlich der Schwimmkurse dämpfte Bürgermeister Thomas Brunner allerdings die Erwartungen: Der langjährige Schwimmmeister sei weiterhin erkrankt. Ergo habe man bei den Nachbarn in Biebertal nachgefragt, ob Personal aus dem dortigen Familienbad zur Verfügung stehe und eventuell »ausgeliehen« werden könnte. Doch das ist laut Brunner dort durch eigene Kurse gebunden.

Ob im Freibad künftig Bälle und Spielgeräte zur Ausleihe vorgehalten werden, das wird noch weiter beraten. Denn zum einen kann dies über das »SpielMobil« der Jugendpflege geschehen. Zum anderen soll nochmal geschaut werden, wie mögliche Konflikte mit Ruhesuchenden vermieden werden können.

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