Antrittsbesuch der Schuldezernentin in Krofdorf-Gleiberg

Wettenberg (so). Ihren "Antrittsbesuch" an der Grundschule Krofdorf-Gleiberg hat die hauptamtliche Kreisbeigeordnete und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl am Dienstag gemacht. Dies auch und vornehmlich, um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

Sie besuchte die Grundschule, nahm die alte Volksschule in Augenschein und besichtigte auch das Areal zwischen Burgstraße und Finkenweg, das als möglicher Standort für einen Neubau der Schule in der Diskussion steht.

Gegen diese Idee artikuliert sich deutlicher Widerstand (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete mehrfach).

Es laufen derzeit Untersuchungen, um festzustellen, ob das Gelände (Boule- und Bolzplatz sowie öffentliche Grünanlage, in Teilen bis vor 100 Jahren kommunaler Friedhof) überhaupt für eine Bebauung geeignet ist. Schmahl bekräftigte gegenüber Schulleiterin Cornelia Anthes und deren Vertreter Georg Braun, dass neben einem Neubau zum Finkenweg hin alternativ auch ein Neubau am jetzigen Schulstandort möglich sei – als eigenständiges Gebäude oder als Anbau an die alte Volksschule. Auch dies werde zu prüfen und zu rechnen sein. Zugleich legte sie nochmals dar, dass eine Planung respektive Umsetzung nicht gegen den Willen der Menschen vor Ort erfolgen wird.

Schulleiterin Anthes favorisiert einen Neubau der Grundschule am Finkenweg, hat dazu unter anderem organisatorische Gründe benannt: So bliebe es bei nur einem Umzug an einen neuen Standort. Würde auf dem jetzigen Schulareal gebaut oder umgebaut, müsste eine Zwischenlösung gefunden werden, ggf. unter Einbeziehung der alten Volksschule, in der (mutmaßlich bis Sommer) die Grundschule Atzbach beheimatet ist. Sollte das alte Volksschulgebäude einbezogen werden, seien auch da Veränderungen notwendig. Die Zahl der Klassenräume sei nicht ausreichend, heutigen Bedürfnissen entsprechend zudem zu klein.

Die Initiativgruppe, die sich gegen einen Neubau am Finkenweg ausspricht, hat weitere vertiefende Fragen an den Kreis und ans Rathaus gerichtet. Antworten liegen noch nicht vollumfänglich vor.

Bürgermeister Thomas Brunner informiert im Amtsblatt breit über die Vorgeschichte und sagte am Freitag: "Wir freuen uns, dass der eingeleitete Prozess der Bürgerbeteiligung angenommen wird, und wir zu einem Zeitpunkt, an dem noch keine abschließenden Entscheidungen getroffen sind, breit und intensiv beraten und diskutieren können". Für Februar wird eine gemeinsame Elterninformations-Veranstaltung vorbereitet von den Krofdorfer Kindergärten, dem Rathaus und der Schule.

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