Erna Ramisch und ihr ganzer Stolz, Urenkel Minos. FOTO: M
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Erna Ramisch und ihr ganzer Stolz, Urenkel Minos. FOTO: M

100. Geburtstag in Krofdorf-Gleiberg

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg(m). Mit altersbedingt körperlichen Einschränkungen, aber bei bemerkenswerter geistiger Frische feiert Erna Ramisch geb. Mayer heute ihren 100. Geburtstag. Sie ist eines von drei Kindern der Eheleute Franz und Theresia Mayer, die einst in ihrem Geburtsort Maierhofen (Egerland) ein Lebensmittelgeschäft betrieben. Nach der Volks- und Realschulzeit absolvierte die Jubilarin im elterlichen Geschäft eine kaufmännische Lehre. Später verdiente sie ihren Lebensunterhalt im Amtsgericht in Falkenau. Wie Tausende durchlitt die Familie das Schicksal der Vertreibung; 1946 kam sie zunächst in das Aufnahmelager Finsterloh in Wetzlar. Von dort erfolgte die Verteilung nach Krofdorf-Gleiberg, ihrem neuen Zuhause.

Zunächst war alles noch ein Provisorium und die erste Unterkunft dort erfolgte in der Gastwirtschaft Moos. Erna Ramisch war von 1946 bis 1956 bei der Firma Hensoldt in Wetzlar in ihrem erlernten Beruf als kaufmännische Angestellte tätig. Im November 1952 heiratete sie Rudolf Ramisch, den sie 1950 bei einer Tanzveranstaltung im Gasthaus Moos kennengelernt hatte. Beide Eheleute waren aktiv im Fasching involviert.

Erna Ramisch gehörte wie ihr Ehemann († 1985) dem BvD an. Zunächst wohnte das junge Paar in Gleiberg und begann 1956 mit dem Bau des Eigenheimes, das zwei Jahre später in der Kattenbachstraße bezogen wurde. Dort verbringt die Jubilarin ihren Lebensabend gemeinsam mit der jüngeren Tochter Hiltrud und deren Mann, die sich um sie kümmern und sie versorgen. Aus der Ehe ging mit Ingrid eine weitere Tochter hervor.

Erna Ramisch war bis 1979 berufstätig; sie arbeitete zuletzt vier Jahre bei der Firma Rinn & Cloos in Heuchelheim. Bis 1989 betreute sie ihre Enkelin Sandra. Als große Freude und großes Glück bezeichnet die Altersjubilarin die Geburt ihres Urenkels Minos 2017.

Bis vor fünf Jahren ließ es die körperliche Konstitution noch zu, mit Tochter Hiltrud und Schwiegersohn viele Urlaube an der Ostsee zu verbringen. Im Freundes- und Familienkreis hoffen alle auf eine entspanntere Zeit nach der Pandemie, in der eine große Feier nachgeholt werden soll.

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