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Auch der Wiedehopf steht in diesem Jahr zur Wahl.

Wer wird der Nachfolger des Rotkehlchens?

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Gießen (pm). Wer wird der Vogel des Jahres 2022? Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz laden alle Interessierten, auch im Gießener Land, dazu ein, unter www.vogeldesjahres.de den persönlichen Favoriten zu küren. Die Wahl findet erst zum zweiten Mal öffentlich statt.

»Bei der ersten öffentlichen Wahl hatten sich über 455.000 Menschen beteiligt und das Rotkehlchen zum Vogel des Jahres 2021 gekürt - eine überwältigende Beteiligung«, sagt Gerhard Eppler, Vorsitzender des NABU Hessen.

In Deutschland leben 307 Vogelarten. Damit die Wahl etwas erleichtert wird, haben die Vogelkundler des NABU fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Für den Jahresvogel 2022 ins Rennen gehen: Bluthänfling, Feldsperling, Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf.

»Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht«, sagt Eppler. So seien etwa in Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf gleich drei Zugvogelarten auf der Wahlliste. »Zugvögel leiden besonders stark unter dem Klimawandel, da sie auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen sind«, erklärt der NABU-Experte.

Der Bluthänfling ist gefährdet, weil er in monotonen Ackerlandschaften keine Heimat findet. Dem Feldsperling macht der Landschaftswandel zu schaffen. Ein Mangel an Niststätten ist die Folge.

Das virtuelle Wahllokal ist unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum Vormittag des 18. November kann abgestimmt werden. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der »Vogel des Jahres« wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

Mehr Infos zu den fünf nominierten Vögeln unter www.nabu.de/vogelportraits

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