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Vor allem Fichten macht die momentane Gemengelage zu schaffen.

Wenn der Wald leidet

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Gießen/Reiskirchen (pm). Aufmerksamen Waldbesuchern sind die Anzeichen nicht entgangen: Das Waldbild verändert sich derzeit rasant. Am offensichtlichsten zeigt sich das an der Fichte. Allerorts künden rote Nadeln und dürre Bäume von ihrem fast aussichtslosen Kampf gegen Trockenheit und Käfer. Aber das Wetter der vergangenen Jahre setzt inzwischen nicht nur Nadelbäumen zu. Auch Buche, Ahorn und Esche leiden verstärkt unter Wasserstress, alten und neuen Schadinsekten oder Baumkrankheiten, die von steigenden Temperaturen begünstigt werden.

Förster sind damit vor große Herausforderungen gestellt. Akut ist das etwa die Bewältigung der großen Mengen von anfallendem Schadholz. Langfristig jedoch müssen sie daran arbeiten, den klimaangepassten Wald der Zukunft zu gestalten, der weiterhin allen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden kann und ein klimaausgleichendes ökologisches System und Heimat für viele Lebewesen bleibt.

In Kooperation mit dem BUND-Kreisverband Gießen bietet das Forstamt Wettenberg am Samstag, 17. August, bei einer etwa dreistündigen Wanderung im Forstrevier Reiskirchen die Gelegenheit, sich über Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem Wald zu informieren. Thomas Ullrich, Mitarbeiter der Abteilung Waldbau beim Landesbetrieb Hessen Forst, und Holger Brusius, Funktionsbeschäftigter Naturschutz beim Forstamt Wettenberg, erläutern Wald- und Schadbilder und die Zusammenhänge zwischen dem Wetter und den derzeit zu beobachtenden Veränderungen im Wald.

Die Wanderung beginnt um 14 Uhr. Treffpunkt ist der Feldweg an der Bersröder Straße (L 3357) westlich von Reinhardshain, gegenüber der südlichen Einfahrt zur Autobahnraststätte (Bushaltestelle Raststätte Reinhardshein Süd.

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