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In Bälde könnte hier der Ball rollen: Blick auf das im Bau befindliche Stadion der Sportschule Grünberg. Wegen Corona wird es erst 2021 eingeweiht. FOTO: HENSS

Wenigstens Zeitplan eingehalten

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Grünberg(tb). Die Lieferketten halten, kein Mangel an Manpower auf der Baustelle: Die Modernisierung des "Stadions" auf der Sportschule Grünberg kommt (wie oben zu sehen) gut voran. Mit einer kleineren Verzögerung von drei Wochen soll das jüngste Projekt, mit dem der Hessische Fußballverband (HFV) seine Anlage zukunftsfähig machen will, Ende Juni fertig sein.

Nach den Worten von Sportschul-Chef Thomas Schmitt bleibt man auch bei den Kosten im Plan. Wie berichtet, wird die "Runderneuerung" des Stadions - mit dem Bau der Sportschule 1953/54 als erstes von inzwischen vier Spielfeldern angelegt - auf "gute eine Million Euro" veranschlagt.

Renovierung vorgezogen

Aus bisher einem werden zwei parallel angeordnete Fußballfelder. Jeweils rund 90 mal 70 Meter groß, können sie zu einem Feld mit "Bundesliga-Größe" kombiniert werden. Dafür freilich musste die 400-Meter-Aschenbahn weichen. Als Ersatz entsteht eine 125-Meter-Laufbahn, auf der nicht nur Profi-Kicker ihre Sprintstärke beweisen können. Last but not least: In seinem 66. Jahr erhält das Stadion erstmals eine Tribüne mit 400 Plätzen.

Wie sehr sich Schmitt über den Fortschritt auf der Baustelle freut, so bedauerlich ist für ihn wie alle Verantwortlichen beim HFV, dass die am 23. August angesetzte Eröffnungsfeier verschoben werden muss. Die Corona-Krise erzwingt bekanntlich die Absage alle Großveranstaltungen. Die Stadioneinweihung sollte mit dem Jubiläum "50 Jahre Frauenfußball" verbunden werden; samt einem kompletten Spieltag der Hessenliga der Frauen, B- und C-Juniorinnen. Und unter den Augen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und DFB-Präsident Fritz Keller.

Verschoben ist nicht aufgehoben, neuer Termin ist nun Sonntag, der 13. Juni 2021, dann mit dem Hessenpokalfinale der Frauen und Juniorinnen (die GAZ berichtete). "Die Ehrengäste laden wir selbstverständlich wieder ein", versicherte der Geschäftsführer von Sportschule und -hotel im Gespräch mit dieser Zeitung.

Um am Ende noch darauf hinzuweisen, dass die Erweiterung des Tagungszentrums sowie des Wintergartens am Hotel-Restaurant ebenso plangemäß in diesem Jahr noch anstehen. Und nicht nur das: Da der Sportschultrakt mit seinen 28 Zweibettzimmern pandemiebedingt fürs Erste verwaist ist, wird die erst fürs nächste Jahr vorgesehene Renovierung vorgezogen. Thomas Schmitt: "So hat Corona wenigstens etwas Gutes."

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