Grippesaison 2019/20

Weniger Fälle als im Vorjahr

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Die Grippesaison 2019/2020 ist im Landkreis Gießen mit rund 530 registrierten Fällen etwas schwächer ausgefallen als in der Vorsaison. 2018/2019 wurden noch 660 Influenzainfektionen registriert. Das berichtet die Krankenkasse IKK classic anhand von Daten des Robert-Koch-Instituts.

Im Vergleich zu den Vorjahren gab es einen abrupten Rückgang der Influenzainfektionen im März. "Die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Hygiene- und Abstandsregelungen dürften dazu beigetragen haben, dass es ab März weniger Grippeerkrankungen gab. Das heißt aber nicht, dass man diesen Winter auf die Influenza-Impfung verzichten sollte, im Gegenteil", sagt Sven Keiner von der Krankenkasse.

Die Grippeimpfung sei gerade während der Corona-Pandemie von Bedeutung: "Zum einen kann sie die Risikogruppen schützen, zum anderen trägt sie dazu bei, dass weniger Patienten einen Arzt aufsuchen, mit Symptomen vorsorglich in Quarantäne gehen oder im Krankenhaus behandelt werden müssen." Vor allem für Menschen mit Grundkrankheiten oder einem schwachen Immunsystem sei eine Grippe gefährlich und kann einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung für alle Risikopatienten.

Die Impfbeteiligung der Risikogruppen war in der Vergangenheit jedoch sehr gering. In der Grippesaison 2018/2019 lag sie bei den über 60-Jährigen nur bei 35 Prozent, bei chronisch Kranken zwischen 20 bis 50 Prozent.

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