Weltladen informiert über Kleidungsindustrie

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Grünberg (pm). Während der »Fashion Revolution Woche« vom 19. bis 24. April setzen sich weltweit Menschen für Verbesserungen in der Modeindustrie ein. Auch der Weltladen in Grünberg beteiligt sich.

Im Mittelpunkt der Aktionen steht der Jahrestag des Einsturzes des Rana Plaza, einer Textilfabrik bei Dhaka, Bangladesch. Am 24. April 2013 waren dort mehr als 1000 Mitarbeiter zu Tode gekommen; über 2000 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Sehr viele sind wegen dauerhafter gesundheitlicher Schäden nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Präsentation im Schaufenster

Dieser bisher größte Unfall in der Textilindustrie habe deutlich gemacht, dass es im Bereich der Kleidungsindustrie einer tiefgreifenden Umwälzung bedarf. Zwar wurden schon Verbesserungen der Sicherheitsstandards vorgenommen, doch der Preiskampf in den Lieferketten der Bekleidungsindustrie diktiere weiterhin die sehr schlechten Arbeitsbedingungen der Arbeiter. Die Pandemie hat die Lage der Beschäftigten noch zusätzlich verschärft. Modeunternehmen haben Aufträge storniert, was zum Einbehalt von Löhnen geführt hat. Die Vernichtung von neu hergestellten Kleidungsstücken verschärfe das Problem für Mensch und Natur.

Vor diesem Hintergrund rufen die Fairtrade Town Initiative und der Verein Weltladen Grünberg auf, Menschenrechte und Arbeitsrechte anzuerkennen und umzusetzen und dabei auch den Blick auf die Auswirkungen in der Natur zu richten. Die beiden Gruppen regen zu einem achtsamen Kleiderkonsum an.

Sie weisen zudem auf verschiedene Siegel hin, die man unter www.gruenemode.org und www.fairwear.org finden kann. Ein kleiner Führer durch den Label-Dschungel steht im Weltladen zur Verfügung, der über die gesamte Woche hinweg eine interessante Schaufenster-Präsentation zum Thema bietet sowie Info-Flyer zum Mitnehmen.

Eine Beteiligung an der Kampagne ist online unter #WhoMadeMyClothes (»Wer machte meine Kleidung«) möglich sowie auch durch den Einsatz für das Lieferkettengesetz, das sich in Beratung befindet, unter www.lieferkettengesetz.de .

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