"Tom & Sally’s" lieftert jetzt auch an Privatkunden; Die können im Internet bestellen. FOTO: SCHEPP
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"Tom & Sally’s" lieftert jetzt auch an Privatkunden; Die können im Internet bestellen. FOTO: SCHEPP

Per Webshop einkaufen

  • vonSebastian Schmidt
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Gießen(seg). Durch die Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre Geschäftsabläufe digitalisert. Auch die Gießener Salatbar "Tom & Sally’s" - geholfen hat ihr dabei die Beratungsstelle "unternehmensWert:Mensch" der ZAUG.

"Ich habe das Thema Webshop schon seit Jahren vor mir hergeschoben", sagt Tobias Voigt, Inhaber von "Tom & Sally’s". Vor der Pandemie bestellten Firmen bei ihm nämlich noch mit dem Fax-Gerät. "Mach doch einen Webshop. Das klingt so einfach. Ist es aber nicht." Denn jemand müsse sich damit beschäftigen, und dem stehe eigentlich immer das normale Tagesgeschäft im Weg. Als viele Kunden aber ins Homeoffice geschickt wurden, gab es ein Problem: Die Firmenbestellungen gingen zurück. "Tom & Sally’s" beschloss, auch Privatpersonen zu beliefern. Das Projekt Webshop musste jetzt umgesetzt werden.

Die Beratungsstelle "unternehmensWert:Mensch" habe ihm dabei ein Konzept an die Hand gegeben, wie sich Neuentwicklungen im Unternehmen einführen lassen. "Ich muss mich nicht um alles kümmern", sagt Voigt. Denn bei "Tom & Sally’s" wird jetzt zur Umsetzung eines neuen Projektes ein "Lab-Team" gegründet. "Das sind drei bis vier Mitarbeiter, die sich mit dem Thema befassen, Angebote einholen und vergleichen." Voigt wird bei den Entscheidungen entlastet und die Mitarbeiter werden eingebunden. "Das erhöht auch die Akzeptanz, wenn wir etwas Neues umsetzen."

Mit diesem System führte die Salatbar nicht nur einen Webshop ein. Jetzt hängen in allen Filialen auch iPads; Dort tragen die Mitarbeiter ihre Anwesenheit ein. "Früher gab es eine Exceltabelle mit den Schichtplänen." Jetzt hat "Tom & Sally’s" auch eine Handy-App. Außerdem sei die Buchführung digitalisiert worden.

Die Neuerungen habe das Unternehmen 50 000 Euro gekostet, schätzt Voigt. Aber es gab dafür Zuschüsse vom Land Hessen in Höhe von 10 000 Euro. Darüber wurde er von Thomas Marterer von "unternehmensWert:Mensch" informiert. Die Beratungsstelle der ZAUG gab "Tom & Sally’s" auch eine Liste mit externen Prozessberatern, von denen Voigt einen aussuchte, der dann die Führungsebene und das Lab-Team über die neuen Entscheidungswege schulte.

"Es gab regelmäßige Gespräche - der Berater hat auch Druck gemacht." Darüber war Voigt froh, denn so ging die Umsetzung der Ziele recht schnell. Sechs Monate stand der Prozessberater an der Seite. Von seinen 12 000 Euro Honorar musste das Unternehmen nur 20 Prozent bezahlen; Auch dafür gab es Zuschüsse.

Unternehmen, die sich über Personalführung oder digitalen Wandel informieren möchten, können sich noch melden. Marterer sagt, die Förderprogramme laufen teilweise noch bis September 2021 (www.zaug.de/projekte/unternehmenswert-mensch).

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