Wasserentnahme verboten

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Gießen(pm). Anhaltende Trockenheit macht auch das Jahr 2020 wieder zum Dürrejahr. Die Folgen sind sinkende Wasserstände von Flüssen und Seen und deutliche Dürreschäden in den heimischen Wäldern sowie bedrohte Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Um die Lebensgrundlage Wasser zu schützen, wird der Landkreis eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese verbietet die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern wie Bächen, Flüssen oder Seen. Das Verbot gilt ab Veröffentlichung der Allgemeinverfügung in der kommenden Woche. Weiterhin erlaubt sind Benutzungen im Rahmen einer bestehenden wasserrechtlichen Zulassung sowie eine Entnahme mit Handgefäßen wie Eimern oder Gießkannen für den Gemeingebrauch.

"Zwar sind Oberflächenwasser nicht mit dem Grundwasser vergleichbar, aber dass es mittlerweile vier von fünf Jahren zu wenig geregnet hat, lässt auch die Grundwasserstände erkennbar sinken", sagt Umweltdezernentin Dr. Christiane Schmahl. "Zusätzliche Belastungen wie Wasserentnahmen würden zu einer weiteren Beeinträchtigung des Ökosystems führen."

Wer trotz des Verbots Wasser aus Oberflächengewässern entnimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100 000 Euro Bußgeld geahndet werden kann.

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