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Erste Gedankenspiele zu dem Gebäude gibt es bereits. Für einen Dorfladen beispielsweise wäre der Standort ideal.

Was wird aus früherer Bankfiliale?

  • VonStefan Schaal
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Neun Jahre lang stehen die früheren Räume der Volksbank in Cleeberg inzwischen leer. Nun überlegen die Langgönser Fraktionen, wie das Gebäude zukünftig genutzt werden könnte.

Schreibtische, ein Schrank und Lampen stehen noch in dem Raum. Herumliegende Unterlagen geben Anleitung, wie Bankangestellte die Kassetten im Geldautomaten auswechseln sollten. Die Räume im früheren Gebäude der Volksbank in Cleeberg vermitteln den Eindruck, als wäre die Filiale erst vor wenigen Tagen geschlossen worden.

Nur ein Schild an der Eingangstür macht deutlich, dass die Räume bereits lange Zeit leer stehen. »Verehrte Kunden«, heißt es auf dem Papier. »Wir werden diese Filiale zum 14. Dezember 2012 schließen.«

Neun Jahre nach der Aufgabe der Filiale überlegen die Fraktionen im Langgönser Parlament nun, wie das Gebäude am Bürgerhaus in Cleeberg zukünftig genutzt werden kann.

Vor einem guten Jahr hat die Gemeinde beschlossen, die frühere Bankfiliale anzukaufen. Am vergangenen Mittwochabend haben Mitglieder des Bauausschusses einen Rundgang durch das eingeschossige Gebäude unternommen, um sich ein Bild von den Räumen zu verschaffen.

Im Erdgeschoss ist das Gebäude in einem sehr guten Zustand. Im Keller sind derweil einige Räume von Feuchtigkeit beeinträchtigt. Nach der Prüfung eines Gutachters ist die Bausubstanz allerdings nicht beschädigt, der Zustand sei unkritisch. Als Lagerfläche könne man den Keller verwenden. Eine grundlegende Sanierung müsse man daher nicht in Angriff nehmen, erklärte Bürgermeister Marius Reusch (CDU). »Eine aufwändige Abdichtung von außen wäre auch nicht zu rechtfertigen«, sagte er. Jürgen Knorz (CDU) und Volker Rühl (SPD) regten an, zumindest kleinere Instandsetzungen zu prüfen. »Wir sollten abwarten, was dort hineinkommt«, sagte die Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser (SPD).

Erste Gedankenspiele zu dem Gebäude gibt es bereits. Für einen Dorfladen beispielsweise wäre der Standort ideal. Eine Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes dürfte indes erst Ende des Jahres fallen. Man wolle die Beratungen zum ländlichen Entwicklungskonzept und innerhalb dieses Programms mögliche Fördermöglichkeiten abwarten, erklärte der Bürgermeister, der außerdem dazu riet, einen neuen, »schöneren Namen« für das Gebäude zu finden. Neun Jahre nach der Schließung der Filiale sei der Begriff nicht mehr passend.

Für Räumlichkeiten zwischen der ehemaligen Volksbankfiliale und dem Bürgerhaus mit einem separaten Eingang unterdessen gibt es bereits konkretere Ideen. Dort könnten Vereine und der Ortsbeirat eine Heimat für Treffen finden, sie müssten dann nicht auf den für sie eigentlich zu großen Saal des Bürgerhauses zurückgreifen. »Alle Vereine hätten etwas davon«, warb Tonhäuser für die Idee.

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