Der Kleebach soll auf Hüttenberger Gemarkung renaturiert werden. Die Arbeiten dazu werden voraussichtlich in gut einem Jahr beginnen. FOTO: CON
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Der Kleebach soll auf Hüttenberger Gemarkung renaturiert werden. Die Arbeiten dazu werden voraussichtlich in gut einem Jahr beginnen. FOTO: CON

Warten auf die Kleebach-Renaturierung

  • vonConstantin Hoppe
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Hüttenberg(con). Der Kleebach bei Hüttenberg wird renaturiert - und damit endet ein langer Prozess: "Wir warten schon sehr lange auf die Genehmigung. Jetzt muss nur noch der Förderantrag geprüft werden, und dann können wir an die Umsetzung der Maßnahmen gehen", berichtete Bürgermeister Christof Heller in der Gemeindevertretung. Die Parlamentarier stimmten den Renaturierungsplanungen mit 27 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zu.

Der Bürgermeister schätzt, frühester Start der Arbeiten werde im Herbst 2021 sein. Im Rahmen der Renaturierung des 4,4 Kilometer langen Bachlaufes auf dem Gemeindegebiet ist vorgesehen, Ufer- und Sohlbefestigungen aufzubrechen und umzustrukturieren um so einen naturnahen Verlauf zu schaffen. Punktuell soll das Bachbett zudem verbreitert werden.

Durch im Gewässer eingebrachtes Totholz und Steine soll eine weitere naturnahe Beschaffenheit erreicht und zugleich die Fließgeschwindigkeit reduziert werden. Für die Gesamtmaßnahme sind insgesamt 205 000 Euro vorgesehen. Der Fördermittelantrag im Rahmen des Landesprogramms Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz ist der zuständigen Behörde vorgelegt worden. Für die beiden bereits durchgeführten Maßnahmen am Schwingbach und den Rückbau der Wehranlage wurden seinerzeit Fördersätze in Höhe von jeweils 80 Prozent gewährt.

Stellplatzsatzung verschoben

Die aus dem Jahr 2000 stammende Stellplatzsatzung soll umfassend verändert werden: So soll die Anzahl erforderlicher Stellplätze von 1,5 auf zwei je Wohneinheit angehoben und eine Pflicht zur Herstellung von Elektro-Stellplätzen eingeführt werden. Diese werden ab dem Bedarf von 20 Stellplätzen gefordert und müssen mindestens fünf Prozent der Stellplätze ausmachen. Die Satzung soll noch einmal Thema in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sein.

Schon seit einiger Zeit ist die Lüftungsanlage im Bürgerhaus Rechtenbach Thema in der Politik: Seit rund einem Jahr ist die Anlage defekt und muss dringend ersetzt werden. Eine Reparatur ist aufgrund des Alters der Anlage nicht mehr möglich. Günstig ist das aber nicht: Das zuständige Ingenieurbüro Assmann schätzt die Kosten auf rund 250 000 Euro. Die Gemeindevertreter stimmten der Maßnahme mehrheitlich zu, sodass die Umsetzung in den kommenden Wintermonaten erfolgen könnte.

Zwischen Weidenhausen und Volpertshausen soll sich etwas verändern: Die Gemeindevertreter stimmten dem Verkauf einer Fläche an der Rheinfelser Straße 55 zwischen den beiden Ortsteilen zu, die rund 2070 Quadratmetern umfasst. Hier plant ein Investor aus Hüttenberg ein Wohngebäude inklusive kleinem Nahversorger. "Eigentlich kann uns kaum etwas Besseres passieren, als dass ein Investor aus unserer Gemeinde hier tätig werden will", meinte Bürgermeister Heller. Der Kaufpreis für die Fläche beträgt 195 000 Euro. 26 der 29 Gemeindevertreter stimmten dem Verkauf zu, zwei enthielten sich und einer stimmte dagegen.

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