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Soll im April wieder öffnen: Grünbergs »Museum im Spital« mit seiner Ausstellung über den Ethnologen Theo Koch.

Warten in der Hoffnung auf bessere Perspektiven

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Gießen (tb). In der Vorwoche von Bund und Ländern vereinbarte Lockerung des Shutdowns bietet auch dem heimischen Kulturleben eine Öffnungsperspektive. Wenn auch auf einige wenige Bereiche beschränkt. Während Theater, Opern und Kinos zumindest bis zum 22. März außen vor bleiben, dürfen seit Montag Museen, Bibliotheken und Gedenkstätten wieder öffnen.

Freilich sind die Hürden in Gestalt strenger Hygieneauflagen hoch. Und auch wegen der in knapp zwei Wochen ansehenden neuen Bund-Länder-Runde - verbunden mit der Hoffnung auf bessere Perspektiven - warten Betreiber in den Kreisgemeinden (außer Stadt Gießen) noch ab.

Die Verleihung des Hessischen Museumspreises ist der Beleg: Grünberg hat mit dem »Museum im Spital« ein Leuchtturmprojekt geschaffen. Gut zwei Millionen Euro ließ sich die Stadt Umbau und Einrichtung im ehemaligen Augustinerinnenkloster kosten. Dank des immensen Platzangebots, überdies verteilt auf zwei Etagen, wären hier die Hygieneauflagen relativ einfach umzusetzen. Gerade was die Beschränkung auf einen Besucher pro zehn Quadratmeter angeht, die bei einer Inzidenz von 50 bis 100 gilt.

Allerdings hält auch die Gallusstadt die Türen ihres Museums noch geschlossen. Bürgermeister Frank Ide bat hier um Verständnis, man warte zunächst einmal das nächste Treffen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten ab. Zudem verwies er auf einen Personalengpass bis zum Monatsende. Stand heute, soll hernach aber das Haus, allein die Ausstellung über den Ethnologen und Amazonasforscher Theo Koch ist einen Besuch wert, wieder öffnen. Dass man auf die weiteren aktuell geltenden Hygienevorschriften vorbereitet sei, fügte Grünbergs Rathauschef an. Dazu zählen etwa die vorherige Terminvergabe an Einzelpersonen, Gruppen (bis zu zwei Haushalte, höchstens fünf Personen, Kinder unberücksichtigt) oder Schulklassen, die Maskenpflicht und Erfassungsbögen zur Kontaktnachverfolgung.

Vergleichsweise viele Besucher, auch von jenseits der Gemeindegrenzen, verzeichnet auch das Holz- und Technikmuseum in Wettenberg. Doch braucht es hier ebenso noch Geduld, bis das Gatter wieder zum »Schaulauf« ansetzt. Wegen der immer noch unsicheren Corona-Lage, so Museumsleiter Dieter Mülich, müsse man die Einrichtung bis auf Weiteres geschlossen halten.

Nicht anders sieht es bei anderen (Heimat-)Museen im Gießener Land aus, wie die Websites im Internet verraten.

Abschließend jedoch ein kleiner Lichtblick: Aufgrund der Hygienebestimmungen, teilte gestern der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg mit, könne man seine Ausstellungshalle in Wißmar (Goethestraße) wieder öffnen. Der Besuch der neuen Ausstellung »fünf« ist ab Sonntag, 14. März, jeweils sonn- und feiertags von 15 bis 18 Uhr nach Voranmeldung im Netz möglich, auf der Webseite kukuk-wettenberg. de/kontakt oder E-Mail an kukuk@kukuk-wettenberg.de.

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