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Wandern im Gießener Land

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Das Wandern zwischen den Jahren hat Tradition: Familien oder Freundeskreise, Vereine, Jahrgänge und "Stecke-Clubs" machen sich zwischen dem 27. Dezember und dem Jahresende auf den Weg, steuern klassische Ziele an wie etwa die traditionellen Ausflugslokale auf dem Dünsberg, am Dutenhofener See, auf der Schmelz, dem Schiffenberg oder der Ganseburg. Dazu werden vielerorts Verpflegungsstationen eingerichtet. Dort trifft sich dann die Dorfgemeinschaft, wie etwa am Samstag in Kinzenbach.

In Kinzenbachhatten der Arbeitskreis Heimatmuseum Heuchelheim und die Kanonenbahnfreunde bereits am Freitag die Türen der Schienenbusse am Museum geöffnet. Dort konnten Wanderer eine kurze Rast einlegen, sich aufwärmen und die anheimelnde Atmosphäre genießen. Dazu wurden Glühwein, Kinderpunsch, Schmalzbrote und frischer Apfelkuchen gereicht. Darüberhinaus war eine kleine Modellbahn aufgebaut worden. Der Kulturring-Vorsitzende Werner Rinn, seine Frau Ingrid, Museumsleiter Gerhard Kreiling, seine Frau Adelheid, Hans-Jürgen Weiser vom Arbeitskreis Kanonenbahn sowie Günther Fischer, der sich um die Modellbahn kümmert, Günter Schmidt, Dieter Müller, Elke Kreiling und Constanze Schleenbecker hatten dazu beigetragen, dass "Glühwein im Schienenbus" wieder richtig gut angekommen ist.

In Frankenbachstieg die "Hüttenparty" der Freizeitkicker Bräueule im beheizten Festzelt auf dem idyllischen Brunnenplatz an der Kirchstraße. Zahlreiche Gruppen kehrten bei sonnigem Wetter ebenso sowie wie Besucher aus dem Ort ein. Bei frisch gezapftem "Krombacher",Punsch und Glüh-Gin sowie Würstchen wurden die Geselligkeit und die Kontakte gepflegt.

Am Dünsbergnahe Fellingshausen war der von Friedel Winter liebevoll angelegte Krippenweg einmal mehr ein Publikumsmagnet. Hunderte Menschen sind die rund zwei Kilometer mit den 71 Krippen gelaufen; Gelegenheit dazu besteht übrigens noch bis Mitte Januar.

In Annerodfand am Wochenende wieder das Winterglühen des Gesangvereines "Heiterkeit" auf dem mit Kerzen und Weihnachtsbäumen geschmückten Dorfplatz statt. Mittlerweile hat diese Veranstaltung Tradition. Mit kalten sowie heißen Getränken, Waffeln, Brezeln und originalen Thüringer Würstchen frisch vom Grill war für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt.

In Saasenwird der Grenzgang seit Ende der 1970er Jahren vom Ortsbeirat veranstaltet und beendet die Veranstaltungen im Vereinsjahr. "Grenzüberschreitendes Wandern" war einmal mehr angesagt. Unter Regie von Ortsvorsteher Manfred Schmitt marschierten die 60 Teilnehmer bis oberhalb von Göbelnrod zum "Reitz- Berg", wo eine von den Heimatfreunden Bollnbach vorbereitete Frühstücksrast erfolgte. Von dort wechselte die Wandergruppe durch den Wald in Beltershainer Gebiet zum Wohngebiet "Steinköppel". Weiter ging es auf Schusters Rappen am Reitplatz in Reinhardshain und dem Wirberg vorbei nach Bollnbach, wo der dreistündige "Grenzgang" im Schäferhaus der Heimatfreunde seinen Abschluss fand. Peter Stark, Dennis Weppler und Manfred Schmitt hatten den Streckenverlauf ausgearbeitet.

In Gonterskirchenwird am 28. Dezember zum traditionellen Kartoffelfeuer eingeladen. Schon Tage zuvor sind die Aktiven im Wald unterwegs und besorgen das Buchen-Brennholz. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, werden die beiden Feuerstellen am Sportplatz morgens um 7 Uhr entzündet. Gegen Mittag ist dann die Glut fertig und die "Frei-Kochstellen" können bestückt werden. Zuerst werden die rohen Kartoffeln in die Glut gelegt. Sie haben eine Garzeit von rund 30 Minuten. Die roten Würste werden in Alufolie eingepackt und brauchen etwa zehn Minuten in der Glut. Andreas Leipold, der stellvertretende Vorsitzende des Obst-, Gartenbau- und Landschaftspflegeverein, hatte viele Helfer. Schlag 12 Uhr trudelten die ersten Hungrigen ein. Des Weiteren stehen "Matte" und Heringssalat auf dem Speiseplan sowie vier Sorten Hausmacher Wurst. Es sind zünftige Mahlzeiten, und das ganze Dorf ist begeistert. Verpflegt wurden auch die Wanderer, die ihre Touren so planten, dass sie am Kartoffelfeuer in Gonterskirchen vorbeikamen. (lbh, m, msr, se, so, sf, ws)

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