Vorsicht vor großen Gewinnversprechen

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Gießen (pm). »Dieser Mega-Deal bei ›Die Höhle der Löwen‹ kann sogar SIE reicher machen!« ist nur eines der ganz ähnlich lautenden Lock-Angebote, die immer wieder per E-Mail und als Werbeanzeigen über die sozialen Netzwerke bei Bürgern eintrudeln. Eines vorweg: Hier gibt es keinen Mega-Deal - höchstens für die hinter dieser Masche steckenden Betrüger.

Das Polizeipräsidium Mittelhessen beobachtet in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder, wie derartige Nachrichten auftauchen. Geworben wird damit, vorhandenes Barvermögen spielend leicht vermehren zu können. Immens hohe Renditen auf das eingesetzte Kapital wären ohne weiteres möglich. »Hier sollten sämtliche Alarmglocken klingeln! Ihr Investment werden sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlieren«, warnen Cybercrime-Fachberater Ulrich Kaiser und Polizei-Pressesprecher Tobias Kremp.

Die Masche: Für ein vermeintlich lukratives Angebot wird oftmals mit bekannten Gesichtern oder Sendungen geworben, um den Anschein einer gewissen Seriosität zu erzeugen.

Böses Erwachen

Wurde das Interesse auf eine der beiden Arten geweckt, werden Interessenten aufgefordert, ihre Kontaktdaten anzugeben. Wenig später klingelt dann deren Telefon. Auf dem Display erscheint mit einiger Wahrscheinlichkeit eine unbekannte ausländische Nummer. Mittels geschickter Gesprächsführung versucht man nun, den Gesprächspartner davon zu überzeugen, Geld zu überweisen, damit dieses gewinnbringend angelegt werden könne. Kaum zu glauben: Den Tätern gelingt es oftmals sogar, ihre arglosen Opfer dazu zu bewegen, einem Fernzugriff auf den eigenen Computer zuzustimmen.

Meist soll als erstes Investment zunächst ein Betrag von wenigen Hundert Euro angewiesen werden. Anschließend gibt man dem Opfer die Login-Daten einer betrügerischen Website bekannt, auf der das angebliche Wachstum der Investition verfolgt werden kann. Dort wird nach kurzer Zeit eine angeblich stattliche Rendite ausgewiesen. Davon motiviert, werden nach und nach immer mehr Barschaften übertragen. Der Betrag wächst und wächst. Zu einem bösen Erwachen kommt es erst, wenn das fiktive Vermögen ausbezahlt werden soll: Das Geld ist futsch; die Gewinne gab es nie. Die Kriminalpolizei mahnt zu äußerster Vorsicht.

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