Damit das Feuerwerk am Silvesterabend ohne Probleme gezündet werden kann, sollten im Vorfeld einige Tipps der Experten des Regierungspräsidiums beherzigt werden. FOTO: PM/RP GIESSEN
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Damit das Feuerwerk am Silvesterabend ohne Probleme gezündet werden kann, sollten im Vorfeld einige Tipps der Experten des Regierungspräsidiums beherzigt werden. FOTO: PM/RP GIESSEN

Vorsicht beim Silvesterfeuerwerk

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Ein Jahreswechsel ohne Feuerwerk kommt für viele Menschen nicht infrage. Die Deutschen gaben vergangenes Jahr rund 137 Millionen Euro für Pyrotechnik aus. "Alle Jahre wieder kommt es dabei leider zu Unfällen und Bränden, weil mit Feuerwerkskörpern leichtsinnig umgegangen wird. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen sind diese aber leicht vermeidbar", sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich.

Wer Feuerwerkskörper kauft, sollte nur Produkte verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) oder einer anderen benannten Stelle in Europa geprüft und zugelassen sind. "Verbraucher erkennen diese am CE-Kennzeichen mit der Kennnummer der benannten Stelle und der Registriernummer", erklärt Experte Bernhard Rudersdorf aus dem Regierungspräsidium (RP) Gießen. "Verwenden Sie nur Feuerwerkskörper, auf denen die vorgenannte Kennzeichnung aufgedruckt ist."

Sein Kollege Florian Brinkmann ergänzt: "Auf keinen Fall sollten manipulierte oder selbst hergestellte Böller sowie nicht zugelassene Produkte verwendet werden." Ungeprüfte Böller erfüllen nicht die gesetzlichen Vorschriften.

Beispielsweise könnten sie vorzeitig explodieren. Sie sind oft auch anders zusammengesetzt, enthalten verbotene Blitzknallsätze statt Schwarzpulver, die sie stärker und lauter machen. "Oft entsteht bei der Explosion ein enormer Knall."

Blindgänger dürfen niemals erneut gezündet werden. Zudem erläutern die RP-Experten, dass es zwei Kategorien von Feuerwerkskörpern gibt. Zur Kategorie F1 zählen Kleinstfeuerwerk, Knallerbsen und Tischfeuerwerk. Die Kategorie F2 beinhaltet hingegen Böller, Raketen und Batteriefeuerwerk.

Verkauf ab 28. Dezember

Produkte der Kategorie F2 dürfen nur an Erwachsene verkauft und nur an Silvester und am Neujahrstag gezündet werden. Der Verkauf ist, im Gegensatz zu den Artikeln der Kategorie F1, in diesem Jahr auf die Zeit von Samstag, 28. Dezember, bis Dienstag, 31. Dezember, beschränkt.

Also immer auf die CE-Kennzeichnung in Verbindung mit der Registriernummer zum CE-Zeichen achten. Mit dieser sind nur handhabungssichere Produkte versehen, die in Deutschland zum Verkauf zugelassen sind.

Apropos Verkauf: Wer in Mittelhessen pyrotechnische Gegenstände der Kategorien F1 und F2 verkaufen will, muss dies bei den Dezernaten für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums (RP) in Gießen oder Hadamar schriftlich anzeigen. Die Anzeige kann per Brief, E-Mail, Fax oder auf der Online-Plattform www.eah.hessen.de erfolgen.

Wer sich für den konventionellen Weg entscheidet, findet auf der Internetseite des Regierungspräsidiums im Bereich "Inneres & Arbeit" ein entsprechendes Formular. Sofern der Verkauf pyrotechnischer Gegenstände in den vergangenen Jahren bereits angezeigt wurde und sich die Leitung der Verkaufsstelle nicht geändert hat, bedarf es keiner erneuten Anzeige.

Weitere Informationen zur sicheren Verwendung pyrotechnischer Gegenstände sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.de zu finden.

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