Vorsicht bei Goldverkauf

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Gießen (pm). In den vergangenen sechs Monaten hat zwar auch der Goldpreis Federn gelassen, doch verglichen mit dem Vorjahreswert oder dem vor fünf Jahren, ist eine deutliche Steigerung ersichtlich. Seit der Einführung des Euros 2002 gar um mehr als 400 Prozent. Und so werben Händler in diversen Publikationen mit Anzeigen wie »Wir kaufen Gold, Silber, Pelze, Porzellan«.

Woran aber lassen sich Unterschiede zwischen seriösen und unseriösen Anzeigen erkennen? Das weiß Markus Dörr von der Gewerbeaufsicht des Landkreises. »Wer Wertgegenstände wie Gold oder Pelze verkaufen möchte, sollte im Voraus nach der Corona-Pandemie mehrere Geschäfte aufsuchen und die Angebote vergleichen«, rät Dörr. »Die Arbeit lohnt sich.« Denn oftmals zahlen unseriöse Anbieter erheblich unter dem Marktwert liegende Preise. »Bei Gold sind dies teilweise weniger als 50 Prozent des eigentlichen Goldwertes«, sagt der Experte.

Fälle in Grünberg und in Herborn

Ist jedoch erst einmal ein Kaufvertrag geschlossen, liegt in der Regel auch kein strafbares Handeln vor, sodass es für Gewerbebehörden und Polizei schwierig ist, dagegen vorzugehen.

»Wir mahnen daher zu großer Vorsicht vor solchen Geschäften.« In den letzten Monaten wurden bereits Betrugsfälle aus Grünberg bis hin zu Herborn im Lahn-Dill-Kreis öffentlich.

»Außerdem ist große Vorsicht geboten beim Ankauf an der Haustür«, sagt Markus Dörr. Interessenten könnten neben dem Gold das Ziel haben, sich Zugang zu der Wohnung zu verschaffen und weitere Wertsachen für kriminelle Vorhaben auszuspähen. »Lassen Sie daher keine Unbekannten einfach so in Ihre Wohnung«, bittet Dörr.

Dörr ist Ansprechpartner für Gewerberechtsfragen beim Landkreis Gießen und für weitere Fragen erreichbar unter der Telefonnummer 06 41/93 90-22 43 oder der E-Mail markus.doerr@lkgi.de.

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