Vorsicht bei exotischen Tierprodukten

  • VonRedaktion
    schließen

Gießen (pm). Die Zeit des Lockdowns nutzen viele, um Abstellkammern und Speicher zu entrümpeln. Dabei tauchen möglicherweise auch Tierpräparate, alte Pelzmäntel aus Leopardenfell, Taschen aus Krokodilleder, Besteck mit Elfenbeingriffen und Ähnliches auf. Da fragen sich viele Menschen: Kann ich das noch zu Geld machen?

»Hier ist Vorsicht geboten«, sagen die Artenschützer des Regierungspräsidiums Gießen. »Denn alle diese Gegenstände, die hier beispielhaft genannt sind, unterliegen dem internationalen Artenschutz«, erläutert Corinna Vahrenkamp, Sachbearbeiterin im Artenschutzteam des Regierungspräsidiums Gießen. »Nicht nur der Verkauf, sondern sogar der Besitz ist nur ausnahmsweise erlaubt.« Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (kurz CITES) beschränkt den Handel mit vielen Tier- und Pflanzenarten - auch wenn die Tiere längst tot sind und verarbeitet wurden. Bei manchen Tierarten gilt sogar ein vollständiges Handelsverbot, etwa bei Nashörnern. Diese Verbote sollen helfen, den Schutz der vom Aussterben bedrohten Arten in ihren Herkunftsländern durchzusetzen.

Deshalb rät das Regierungspräsidium: Wer persönliche Schätze zum Verkauf anbieten möchte, sollte vorher prüfen, ob diese unter den Artenschutz fallen, unter welchen Voraussetzungen der Verkauf erlaubt ist und welche Dokumente dafür benötigt werden. Nähere Informationen bei Corinna Vahrenkamp (Tel. 06 41/303-55 55, E-Mail: corinna.vahrenkamp@rpgi.hessen.de ).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare