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Ehrungen bei der CDU Laubach (v. l.): Björn-Erik Ruppel, Mike Rinker, Kanzleramtsminister Braun, Ingrid Albert, Horst-Otto Schmidt, Uwe Beyer und Vorsitzender Maikranz. FOTO: PM

"Von Anfang an Konfrontation"

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Laubach(pm). Kontinuität bei der CDU Laubach: In der Jahresversammlung ist der Vorstand bestätigt worden. An der Spitze steht weiter Siegbert Maikranz. Nur kurz berichtete er über die Ereignisse des vergangenen Jahres, ehe Isolde Hanak "leider keine positiven Nachrichten zur Mitgliederentwicklung" hatte.

Axel Düringer, bis November Fraktionschef im Stadtparlament, blickte auf 18 Jahre in Kommunalpolitik zurück. 2016 habe man als CDU das Motto "Konsens statt Kontra" proklamiert, habe alle Parteien mitzunehmen versucht. "Ein kühner und fairer Ansatz - hat nicht geklappt." Von Anfang an sei die Stimmung "konfrontativ wie nie" gewesen, hätten "bestimmte Fraktionen Anträge gestellt, "die das Ziel hatten, Menschen zu schaden". Die CDU könne stolz sein, sich nicht auf dieses Niveau begeben zu haben.

Nach der kritikwürdigen Debattenkultur in Laubach widmete er sich den teils schwierigen politischen Fragen, die zu behandeln waren. Als Stichworte seien genannt: Dorfschmiede, Moschee, Gerätehaus, Singalumnat, Freibad, Abschaffung der Straßenbeiträge. Letzteres, da ohne Kostendeckung beschlossen, sei "mahnendes Beispiel für verantwortungsloses politisches Handeln." Der neue Fraktionsvorsitzende Björn-Erik Ruppel bezeichnete den Wegzug Düringers als "Verlust für die CDU Laubach".

Das Ergebnis der Wahlen: 1. Vorsitzender Siegbert Maikranz, 2. Vorsitzende Ingrid Albert, Schatzmeister Michael Diepolder, Schriftführerin: Monique Schmitt, Beisitzer: Axel Düringer, Volker Schwab, Isolde Hanak, Christine Diepolder, Manfred Luckert, Uwe Beyer, Mitgliederbeauftragte: Isolde Hanak. In den Wahlvorbereitungsausschuss für die Bürgermeisterwahl wurden Siegbert Maikranz, Björn-Erik Ruppel und Axel Düringer entsandt.

Geehrt wurden Ingrid Albert (35 Jahre Mitglied), Horst-Otto Schmidt (30 Jahre), Siegbert Maikranz (25), Dr. Mike Rinker (25), Björn-Erik Ruppel (20) sowie Uwe Beyer (15). Nicht anwesend waren Madeleine Gräfin zu Solms (55 Jahre), Walter Kubala (35), Gerda Knoll (25), Jennifer Lotz-Henselek (20), Magdalena Klaas und Andreas Koch (je 15)

Als Gastredner warnte Kanzleramtsminister Helge Braun vor einer Koalition mit der AfD. Der neue Akteur auf der politischen Bühne, so der CDU-Politiker, habe sich ein bürgerliches Mäntelchen übergeworfen, suche den Anschein zu erwecken, dass er Positionen wie einst die CDU vertrete. "Man muss sich aber nur das Verhältnis zu Europa anzuschauen, um zu sehen, dass das nicht der Fall ist", mahnte der CDU-Politiker. Überdies: "Man muss nur schauen, was aus der SPD geworden ist, die sich der Linken und den Grünen angenähert hat."

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