Vom Distanzunterricht in die Klausurenphase

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Gießen (pm), Vor knapp zwei Wochen begann der Wechselbetrieb an den Schulen im Landkreis, und es wurde bereits eine Vielzahl an Klausurenterminen festgelegt. Der Kreisschülerrat ist der Meinung: »Die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler wird abermals vernachlässigt.« Das Gremium fodert, dass nach der langen Zeit im Distanzunterricht der Schwerpunkt vorerst auf die psychische Gesundheit der Schüler gelegt werden muss.

Der Fokus müsse nun auf die durch die Pandemie entstandenen Probleme bei den Schülern gelegt werden und nicht auf die Leistungsbewertung. Die im Präsenzunterricht behandelten Themen seien die einzigen Themen, die in die Leistungsbewertung einfließen sollten.

»Das aktuelle Konzept, so weiterzumachen, als wäre nichts gewesen, macht uns sprachlos. Wir brauchen jetzt psychische Betreuung und Aufarbeitung der vergangenen Wochen für die Schüler, die es benötigen. Uns jetzt direkt wieder vor eine Vielzahl von Klausuren zu stellen, führt zu nur noch mehr Stress und verschärft die aktuellen Probleme für einige enorm«, betont Kreisschulsprecher Christoph Bonarius. Man sollte hierbei nicht vergessen, dass die gesamte Zeit bereits Leistungsdruck vorherrschte, da der Distanzunterricht und die dort bearbeiten Aufgaben stets beurteilt wurden.

Auch die Beurteilung des vergangenen Distanzunterrichts sei unverständlich. Im ersten Lockdown durfte dieser Zeitraum nicht beurteilt werden. Das habe sich mit der letzten Novellierung des Schulgesetzes geändert. Die Methoden und didaktischen Mittel blieben jedoch stets die Gleichen. »Leistungserhebung ist wichtig, das steht außer Frage, aber nach so langem Distanzunterricht bedarf es keiner Klausur mehr in jedem Fach. Wenn es Fächer gibt, in denen Klausuren noch vor den Sommerferien geschrieben werden müssten, dann sollten es nur die Hauptfächer sein - für die Klassen sieben bis zehn«, ergänzt Bonarius abschließend.

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