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Hell und modern soll es werden, das neue Schulgebäude in Annerod. Die Bauarbeiten beginnen Anfang kommenden Jahres, der Unterricht nach den Sommerferien 2023. So ist es derzeit geplant.

»Volle digitale Ausstattung«

  • VonChristina Jung
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Fernwald (ti). 9,8 Millionen Euro soll er kosten und in den Sommerferien 2023 fertig sein, damit er sich im Anschluss an diese mit Leben füllen kann. Die Rede ist vom Grundschulneubau in Annerod, für den der Kreistag Ende 2020 grünes Licht gegeben hatte. In der gemeinsamen Sitzung von Fernwalds Bau- und Sozialausschuss am Dienstagabend informierten Schuldezernent Christopher Lipp (CDU), Ingo Jung (Fachdienstleiter Bauen) und Projektleiter Nils Ottinger über den aktuellen Sachstand.

Laut Lipp laufen aktuell die Ausschreibungen, Anfang kommenden Jahres sollen die Bagger rollen - ein halbes Jahr später als noch im April bekundet. Auf Nachfrage begründete die Kreispressestelle dies gestern mit einer »seinerzeit noch ausstehenden Fördermittelzusage«. Außerdem habe man die angespannte Marktsituation im Sommer (Engpässe bei Lieferung von Baumaterialien und Verfügbarkeit von Firmen) umgehen wollen.

Gebaut wird ein Passivhaus Plus, »ein helles modernes Schulgebäude nach höchsten Standards«, so Lipp. Dieses soll auch eine coronakonforme Lüftungsanlage sowie eine »volle digitale Ausstattung« erhalten. Heißt konkret: ein digitales Tafelsystem in jedem Klassenraum. »Geplant sind höhenverstellbare Whiteboards mit interaktivem Beamer, Lautsprecher und Apple-TV. Zusätzlich wird in jedem Klassenraum ein Accesspoint zur Nutzung der Internetanbindung via WLAN installiert«, so Kreispressesprecher Dirk Wingender im Nachgang auf GAZ-Anfrage. Und sobald die Schule an das Glasfasernetz angeschlossen sei, werde auch im Altbau, der bereits über digitale Tafeln verfügt, flächendeckend WLAN installiert.

Steinbach erst 2024 an der Reihe

Darüber hinaus sind die Planungen weitgehend bekannt: Das mit zwei Vollgeschossen und zwei Oberlichtverglasungen konzipierte Gebäude wird so angeordnet, dass es nach Süden hin gemeinsam mit den bestehenden Häusern einen räumlich geschlossenen Hof bildet. - eine »Campussituation«, wie Ingo Jung erläuterte.

In der Mitte des Gebäudes, das über zwei Eingänge - einer vom östlich gelegenen Kirschberg her, der andere aus Richtung Hof - erschlossen wird, befindet sich eine große Halle, um welche die Nutzräume angeordnet sind. Im Erdgeschoss Büros für Verwaltung, Betreuung, Sekretariat, Bibliothek und Lehrerzimmer, außerdem ein zentraler Waschbereich, Toiletten, Aufwärmküche und Mensa. Letztere soll zu einem Veranstaltungsraum mit mobiler Bühne umfunktionierbar sein und einen eigenen Außenbereich erhalten.

Im ersten Stock befinden sich Klassen- und Differenzierungsräume. Über großzügige Innenverglasungen soll Offenheit geschaffen, zudem die Dachfläche extensiv begrünt und mit Fotovoltaik ausgestattet werden. Jung: »Damit erreichen wir das Plus an Energie.«

Noch nicht abgeschlossen sind die Planungen des Außengeländes. Einiges steht aber bereits fest. Vorgesehen ist beispielsweise eine wetterfeste Bühne für Theateraufführungen, ebenso eine Laufbahn samt Weitsprunganlage für den Sportunterricht. Eine Umfahrung des Gebäudes über die im Norden entstehenden Parkplätze, die im Raum gestanden hatte, wird aber wohl nicht kommen, stattdessen eine Wendemöglichkeit in diesem Bereich.

Ulrike Bell-Rieper nutzte die Präsenz der Kreisvertreter und lenkte den Blick von Annerod nach Steinbach, konkret die Barrierefreiheit der Grundschule. Fazit: Lehrer und Schüler dort müssen sich noch gedulden. Erst 2024 starten die Planungen.

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