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Ein Star ziert das Jahrbuch des NABU-Kreisverbandes.

Vogelwelt dokumentiert

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Gießen (pm). Der Kreisverband des Naturschutzbundes (NABU) legt dieser Tage bereits den 28. Band des Vogelkundlichen Jahresberichtes für den Landkreis Gießen vor. In ihn sind über 51 000 Beobachtungen eingegangen und von acht Fachleuten für die einzelnen Arten ausgewertet worden. "Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, über 28 Jahre die Vogelwelt des Kreises Gießen so ausführlich zu dokumentieren. Eine solche Aufbereitung gibt es über einen solchen langen Zeitraum derzeit nur noch von drei weiteren Kreisen in Hessen", berichtete Dr. Achim Zedler, der den Jahresbericht als Redakteur hauptverantwortlich betreute. Der Bericht greift auf ornithologische Daten aus dem Jahr 2018 zurück. Vogel des Jahres war in dem Jahr der Star, er ziert auch das Titelbild der Broschüre.

Zedler hat zusammen mit Manfred Heller, Dietmar Jürgens, Michael Kammer, Dr. Tim Mattern, Dr. Peter Mende, Eckhard Richter und Martin Wenisch an dem Werk gearbeitet - eine "zeitintensive ehrenamtliche Arbeit". Des Weiteren halfen Hans-Erich Wissner bei der Dateneingabe, Günter Guckelsberger bei der Aufbereitung und Verteilung der Daten sowie dem Vertrieb und Renate Rullmann beim Layout des Bandes.

Auf 264 Seiten sind nicht nur die wichtigsten Beobachtungen im Kreisgebiet und seinen nahe angrenzenden Teilen, sondern auch Fachartikel zum Beispiel über die Herkunft der brütenden Weißstörche im Landkreis, zur für den Menschen nicht gefährlichen Vogelmalaria bei Kohlmeisen, zu Zugvogelbeobachtungen sowie dem dramatischen Rückgang der Schleiereule enthalten. Der Band dokumentiert Besonderheiten wie die Erstbeobachtung eines in Deutschland als Brutvogel ausgestorbenen Seggenrohrsängers, aber auch den Rückgang einiger sehr häufiger Vogelarten und besonders der Vögel des Offenlandes (landwirtschaftliche Flächen).

Obwohl man mittlerweile auch im Internet viele Daten findet, ist eine solche umfassende kreisbezogene Übersicht ansonsten nicht erhältlich, berichtet Zedler. "Nicht zuletzt liegt der Bericht in Papierform vor und kann so angenehm gelesen werden, was insbesondere ältere Personen bevorzugen", erklärt der NABU-Versitzende.

Kontakt über www.nabu-giessen.de

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