Vieles deutet auf Christopher Lipp hin

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen (so). Die neue Mehrheit im Gießener Kreistag verliert keine Zeit. Schon am 12. Juli sollen vom Kreistag zwei neue hauptamtliche Beigeordnete gewählt werden. Diese werden neben Landrätin Anita Schneider (SPD) die neuen Mehrheitsverhältnisse abbilden. Nur wer es werden soll, das ist noch nicht ganz raus. Von den Grünen ist Fraktionsvorsitzender Zuckermann gesetzt.

Bei der CDU deutet vieles auf den jungen Fraktionschef Christopher Lipp hin. Er kündigt für den heutigen Freitag eine Erklärung seiner Partei an.

Klar ist: Die CDU, seit 14. März stärkste Fraktion im Kreistag, beansprucht die Stelle des hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten. Die Grünen bekommen die neu geschaffene Stelle eines hauptamtlichen Dezernenten. Und die Freien Wähler, dritter Partner in der neuen Koalition, sind mit ihrem hauptamtlichen Beigeordneten Hans-Peter Stock präsent.

Die beiden hauptamtlichen Stellen für Kreisbeigeordnete werden noch diese Woche öffentlich ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis zum 28. Juni möglich. Das hat ein 16-köpfiger Wahlvorbereitungsausschuss festgelegt. Dieser hat unter Leitung des Kreistagsvorsitzenden Claus Spandau am Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung getagt.

Erste Kreisbeigeordnete ist bislang Christiane Schmahl von den Grünen. Doch sie tritt im Juni in den Ruhestand. In ihrer Nachfolge beansprucht die CDU diese Schlüsselposition der Landratsstellvertretung für sich. Ergo wird für die Grünen eine weitere hauptamtliche Stelle geschaffen, damit diese ebenfalls angemessen vertreten sind. Gesetzt ist von den Grünen der Fraktionsvorsitzende Christian Zuckermann. Seine Partei und er haben die geplante Bewerbung bereits vor rund 14 Tagen öffentlich gemacht.

Wen die CDU als Ersten Beigeordneten nominiert, das hat die Partei noch nicht mitgeteilt. Unbestätigten Informationen zufolge läuft es darauf hinaus, dass es der junge Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat bei der Kreistagswahl, Christopher Lipp, werden soll. Er soll bereits von Fraktions- und Parteivorstand einmütig dafür auserkoren worden sein.

Ob der Jurist aus Langgöns zugleich die Landratskandidatur übernimmt, dazu gibt es noch keine Aussage von den Christdemokraten. Dafür könnte sprechen, dass - im Falle eines Sieges bei der Landratswahl - die bereits in die Kritik geratene dritte hauptamtliche Beigeordnetenstelle wieder wegfallen könnte. Oder aber sie bliebe erhalten und die CDU würde dann neben dem Landrat einen weiteren hauptamtlichen Dezernenten stellen. Planspiel Nummer drei: Die Union setzt ebenso wie die Grünen auf ein Aufteilen der beiden Positionen Landratskandidat und Erster Beigeordneter. Ebenfalls hoch gehandelt wird der Gießener Bürgermeister Peter Neidel. Dieser saß in der konstituierenden Sitzung des Kreistags vor zehn Tagen in Hungen - wie Lipp und Marcus Schmitz - demonstrativ in der ersten Reihe der CDU-Fraktion.

Während die neuen Beigeordneten vor der Sommerpause am 12. Juli vom Kreistag gewählt werden sollen, findet die Landratswahl am 26. September statt. Es ist eine Direktwahl durch die Bürger.

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