Viele Vogelsberger wollen Döring

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Die Vogelsberger Kommunen im Wahlkreis 173 tanzen nicht aus der Reihe. Die CDU muss massive Verluste verkraften, die SPD kann zulegen. Bei den Direktmandaten liegt SPD-Bewerber Felix Döring in Führung. Ausnahmen sind das traditionell eher konservativ wählende Kirtorf und Antrifttal.

Es ist ganz knapp: In Alsfeld hat CDU-Mann Helge Braun am Ende hauchdünn die Nase vorn. Bei den Zweitstimmen muss sich die Partei des Kanzleramtsministers dagegen der SPD geschlagen geben. FDP und Grüne gewinnen hinzu. In Antrifttal hat die CDU im Normalfall eine sichere Bank, muss aber jetzt ebenfalls Verluste von über fünf Prozent verkraften, während die SPD um 3,6 Prozent zulegen kann. Auch die Grünen können sich um 2,8 Prozent steigern. In Feldatal erleidet die CDU ebenfalls herbe Verluste in Höhe von neun Prozent, während die SPD um 6,5 Prozent zulegt. Die AfD büßt rund drei Prozent ein, die FDP gewinnt drei Prozent hinzu.

In Gemünden erfährt die CDU mit rund 8,3 Prozentpunkten Verlust eine empfindliche Schlappe. Die SPD gewinnt über fünf Prozentpunkte hinzu.

In Homberg setzt sich SPD-Mann und Bewerberneuling Döring ebenfalls mit deutlichem Vorsprung gegen den weitaus bekannteren CDU-Mitbewerber Braun durch. Bei den Zweitstimmen muss die CDU erheblich Federn lassen, verliert fast neun Prozentpunkte. Die FDP gewinnt drei Prozent hinzu, die Grünen ebenfalls. Selbst im traditionell eher der CDU zugeneigten Kirtorf büßt die CDU hohe 8,8 Prozentpunkte ein, Braun erzielt aber sehr deutlich das Direktmandat, die SPD gewinnt hinzu, aber auch die Grünen.

In Mücke liegt bei den Erststimmen SPD-Kandidat Döring vor CDU-Mann Braun, das spiegelt sich auch bei den Zweistimmen wieder, wo die CDU mit 8,8 Prozent deutlich verliert, während die SPD dazugewinnt genauso wie FDP und Grüne.

Linke verliert fast überall

In Romrod verliert die CDU glatt rund zehn Prozent der Wählerstimmen, die SPD gewinnt 4,5 Prozent hinzu, auch die FDP und die Grünen können sich über einen Stimmenzuwachse von jeweils rund drei Prozent freuen.

Die Linke erleidet gemäß dem Bundestrend in fast allen Kommunen Verluste, so in Mücke ganze 3,5 Prozentpunkte. Das gilt auch für die AfD. Nicht ganz zufrieden dürfte der Grünen-Direktkandidat Behzad Borhani sein, während seine Partei durchaus zulegen konnte, blieb seine Stimmenanzahl dahinter zurück. DieFreien Wähler können ebenfalls für die Bundesebene keine umfangreiche Stimmenanzahl einzusammeln. Zuletzt war der Wahlkreis in Berlin neben Kanzleramtsminister Helge Braun von der CDU noch mit weiteren Abgeordnete vertreten, so mit Hermann Otto Solms von der FDP, Uwe Schulz und Mariana Harder-Kühnel von der AfD.

Was dagegen »echte« Vogelsberger angeht, so ist es für sie aufgrund der Dominanz des sehr viel einwohnerstärkeren Gießener Raum äußerst schwer bis unmöglich, in den Bundestag einzuziehen. Das galt für die Bewerber Maximilian Ziegler aus Lauterbach (SPD, Landeslisten-Platz 29), für Johannes Marxen (Schotten: Listenplatz 7) und Gerhard Bärsch (Ulrichstein; Landeslistenplatz 11) von der AfDnund auch für Sven Luckhardt aus Alsfeld (Die Partei, Landeslistenplatz 31).

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