srs-klima1_020921_4c
+
Thema in der ersten Sitzung des Klimabeirats war auch der im Dezember vergangenen Jahres gestartete Busrundverkehr in Pohlheim. Bürgermeister Ruck erklärte, das Angebot könnte eventuell erweitert werden.

Viele Ideen aus dem Publikum

  • VonStefan Schaal
    schließen

In Pohlheim hat erstmals der neu gegründete Klimabeirat getagt. Die erste Sitzung verlief zu Beginn hakelig und eher unterkühlt. Dann aber sorgten Zuhörer für Ideen und mögliche zukünftige Projekte des Gremiums.

Hakelig und unterkühlt hat der neu gegründete Pohlheimer Klimabeirat am Dienstag seine Arbeit aufgenommen. Die ersten Minuten waren von Streitigkeiten um Formalitäten geprägt. Dann aber kam es doch noch zu inhaltlichen Diskussionen und Ideen für zukünftige Schwerpunkte des Beirats. Dazu trugen auch die Zuhörer bei.

Nach einer guten Stunde gab die zur Vorsitzenden des Klimabeirats gewählte Nicole König den Besuchern im Publikum für Anfragen das Wort. Eine Dorf-Güllerin bat darum, die Pohlheimer über Möglichkeiten aufzuklären, Fotovoltaikanlagen zu installieren.

Ein weiterer Besucher aus Grüningen regte als Ergänzung gleich eine Art Messe an, in der Pohlheimer sich über den aktuellen Stand der Technik etwa beim Klimaschutz und erneuerbaren Energieen informieren können. »Wir sollten dabei auch das lokale Gewerbe mit ins Boot holen«, sagte er. Zuhörerin Simone van Slobbe, die für die Grünen im Stadtparlament sitzt, appellierte schließlich an die Mitglieder des Klimabeirats, zu erkennen, »wie wenig Zeit wir noch haben, um Klimaschutz zu betreiben.« Sie regte außerdem an, der Gastronomie Unterstützung bei der Abschaffung von Plastikgeschirr anzubieten . Ab 2023 sind Caterer, Lieferdienste und Restaurants gesetzlich verpflichtet, Mehrwegbehälter als Alternative für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten.

Bürgermeister Andreas Ruck erklärte auf Nachfrage aus dem Publikum, dass es aufgrund der Pandemie bisher wenig verlässliche Zahlen zur Nutzung des Busrundverkehrs gebe. Möglicherweise sollte dieser erweitert werden und ein halbstündlicher Takt eingeführt werden, um das Angebot attraktiver zu gestalten.

So erhielten die Mitglieder des Klimabeirats gleich in ihrer ersten Sitzung mehrere Anregungen für die kommenden Monate. Ulrich Sann, der für die Freien Wähler im Beirat sitzt, schlug außerdem vor, dass man sich Statistiken über den Energieverbrauch in Pohlheim besorgt, um Entwicklungsmöglichkeiten für die Einsparung insbesondere beim Stromverbrauch auszuloten. »Wir schauen, was wir machen können«, versicherte Daniel Schepp von der Stadtverwaltung. Sebastian Opper, den die FDP in den Beirat entsandt hat, regte an, die Energieversorger um Einordnungen der Statistiken zu bitten.

Dem Klimabeirat gehören neben der Klimaschutzmanagerin König sowie vom Magistrat Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos) und Ewald Seidler (Freie Wähler) auch Peter Alexander (SPD), Simon Hafemann (Grüne), Sebastian Opper, Ulrich Sann (Freie Wähler), und Michael Wagner (CDU) an. Hafemann wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Er erklärte, er sehe den Klimabeirat »eher als offenes, bürgernahes, nicht so sehr politisches Gremium« an.

Die nächste Sitzung des Gremiums ist am Mittwoch, dem 27. Oktober, um 19.30 Uhr.

Nicole König

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare