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Ob auf zwei Rädern oder auch zu Fuß, das ist egal - die Straße zwischen Staufenberg und Rabenau ist am Sonntag autofrei. (Archivfoto: vh)

Viel Platz für Radler und Skater

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Am Sonntag ist es wieder so weit: Das Lumdatal bleibt autofrei - zumindest fast. Die Strecke zwischen Staufenberg und Rabenau ist für Autofahrer dicht, Fahrradfahrer, Skater und Co. übernehmen.

Die Treiser Straße zwischen Staufenberg und Rabenau ist von 9 bis 18 Uhr für den Autoverkehr gesperrt, Radler können die Landstraße dann vom Fahrradweg aus Marburg oder Grünberg kommend befahren.

Entlang der Lumda gibt es an diesem Tag keine störenden Motorgeräusche. "Es ist einfach eine einmalige Gelegenheit, fernab von Verkehr und Abgasen das Lumdatal zu genießen", erklärt der Staufenberger Bürgermeister Peter Gefeller. Er lädt vor allem auch Auswärtige und Zugezogene zum 19. "Autofreien Sonntag im Lumdatal" ein.

Gefeller und seine Amtskollegen Florian Langecker (Rabenau) und Thomas Benz (Allendorf/Lumda) sind sich einig: Dieser Tag rückt die Gemeinden enger zusammen. "Viele freuen sich richtig auf diesen Tag und kommen vor allem, weil sie dort Leute sehen, die sie das ganze Jahr über nicht sehen", beschreibt etwa Langecker die Atmosphäre an diesem Tag. Er selbst hätte im letzten Jahr dort unverhofft einen alten Schulkameraden getroffen. "Es ist ein Familienfest", weiß auch Gefeller und Benz fügt hinzu: "Wer nur einen neuen Streckenrekord aufstellen will, ist an diesem Tag falsch."

Vereine unterstützen

Das gemeindeübergreifende Fest bringt die Bevölkerung nicht nur zusammen. Es ist gleichzeitig auch der Beweis dafür, dass bereits eine gut funktionierende Zusammenarbeit und Engagement unter den Lumdatalern vorliegt - so jedenfalls sehen es die drei Bürgermeister. "Wir könnten diesen Tag nicht ohne die Unterstützung der Vereine und ihrer Mitglieder machen", sagt Gefeller. Und davon gäbe es in Staufenberg zum Glück noch genug. Benz dagegen kann diesen Optimismus nicht ganz teilen: "Bei uns werden es leider immer weniger teilnehmende Vereine", gesteht er. Von dem rückläufigen gesellschaftlichen Engagement im Allgemeinen können alle drei Rathauschefs ein Lied singen, doch darum soll es an diesem Tag nicht gehen. "Der autofreie Sonntag ist immer noch ein Highlight in der Region", betont Gefeller. Auch wenn es inzwischen ein Überangebot an Veranstaltungen gäbe, das sich auch in den Teilnehmerzahlen am autofreien Sonntag auswirken würden. "Wir müssen in Zukunft noch etwas moderner werden und auch die jungen Leute abholen", sagt er. "Wir sind trotzdem nach wie vor begeistert von der Thematik", wirft Langecker ein. "Alles schreit nach Energiewende, Veränderung und Umweltschutz" - mit dem autofreien Sonntag sind die drei Gemeinden aktuell also voll im Trend.

Fahrräder werden gesegnet

Das Programm am 25. August ist bunt, vielfältig und vor allem reichhaltig: In Mainzlar gibt es etwa Bio-Bratwürste, Brüsseler Waffeln und Crêpes vom Naturschutzbund Staufenberg in der Brunnenstraße 21, selbst gebackene Torten und Kuchen vom Gesangverein Mainzlar in der Daubringer Straße. Etwas deftiger wird es in Treis: "Kunst und Kultur Papalala" lockt mit Krustenbraten, Bier vom Fass, einem Weinstand sowie Livemusik in die Hauptstraße. Geräucherte Forellen bietet der Angelsportverein am Ortsausgang Richtung Allendorf. Dort werden entlang der Treiser Straße und der Londorfer Straße Stärkungen angeboten. Wer den autofreien Sonntag lieber nicht auf einem Fahrrad verbringt, kann im Londorfer Burggarten verweilen. Ab 10 Uhr findet dort das Parkfest statt. Der Biergarten ist dann geöffnet - Hüpfburg, Rollrutsche und Minigolfanlage unterhalten auch die kleinen Besucher.

Wer nicht auf den sonntäglichen Gottesdienst verzichten will, kommt am 25. August mit zwei Freiluftmessen übrigens auch auf seine Kosten: Um 9.30 Uhr im Pfarrhof der katholischen Kirche in Londorf mit anschließender Fahrradsegnung sowie um 11 Uhr mitten in Staufenberg. Neben Speisen und Getränken gibt es darüber hinaus zahlreiche Aktivitäten - von Hüpfburgen über Wasserspiele bis zu Kistenstapeln ist alles dabei. Eine ausführliche Auflistung der Angebote gibt es zum Beispiel auf der Internetseite der Gemeinde Rabenau. (kge)

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