Viel mehr Geld für Schulen

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen(pm/so). Klimaschutz, Naturschutz, Demokratie, Soziales und Schule - das sind die fünf Kernthemen, mit denen die Grünen im Kreis Gießen im kommenden März ihr bestes Kommunalwahlergebnis erzielen wollen.

"Grüne Inhalte bestimmen schon lange den Diskurs in der Gesellschaft", sagt Christian Zuckermann, der der Fraktion der Grünen im Kreistag vorsteht. Deshalb sieht er "sehr gute Chancen", mit den eigenen Themen die Menschen zu überzeugen. Zuckermann: "Seit Jahren gestalten wir aktiv die Politik im Landkreis. Wir haben gezeigt, dass wir in Regierungsverantwortung bewusst und sorgsam die wichtigen Entscheidungen für eine gute Kreisentwicklung treffen können."

Das fast 60 Seiten dicke Programm dafür haben die Grünen im Kreis Gießen vor Wochenfrist in Wißmar einstimmig in einer Mitgliederversammlung verabschiedet - eine "Hybrid-Veranstaltung" übrigens: Rund 30 Parteimitglieder diskutierten im Bürgerhaus, bis zu 50 weitere beteiligten sich via Online-Konferenz. Das Programm selbst ist in den vergangenen Monaten in einem breiten Beteiligungsprozess unter Mitwirkung vieler Mitglieder entstanden.

Für kommunales Klimageld

Zuckermann betont die Notwendigkeit, verstärkt dem Klimawandel etwas entgegensetzen zu müssen. Im Wahlprogramm setzen die Grünen deshalb etwa auf ein kommunales Klimageld. Die Grünen wollen mit einem eigenem Förderprogramm Anreize für private Maßnahmen zur Kohlendioxid-Einsparung schaffen.

Sie kündigen an, die sozialen Strukturen im Landkreis Gießen "erhalten, stärken und verbessern" zu wollen. Natur und Umweltschutz sowie die Verkehrswende im Landkreis sollen nach der Kommunalwahl vorangetrieben werden.

Bildung und Schule benennen sie als "Herzensthemen". Da soll weiter kräftig investiert werden. Konkret benennen die Grünen unter anderem die beiden Neubauten an der Grundschule in Lollar, den Abriss von Haus D und einen Neubau für die Oberstufe an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar, den Grundschul-Neubau in Annerod und den Neubau der Gallusschule in Grünberg. An der TKS in Grünberg soll die Küche so umgebaut werden, dass dort frisch gekocht werden kann. Zudem soll die dortige Turnhalle durch eine Drei-FelderHalle ersetzt werden.

Komplett saniert werden soll die Gesamtschule Gleiberger Land in Wettenberg. Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich soll eine neue Mensa erhalten.

Das kostet Geld, viel Geld. Dessen sind sich die Grünen bewusst. Und wollen dieses Geld künftig in die Hand nehmen: "Der unbefriedigende Zustand vieler Schulgebäude und Kreisstraßen zeigt exemplarisch, dass für die Erhaltung der öffentlichen Infrastruktur weit mehr Mittel eingesetzt werden müssen als bisher", heißt es dazu im Programm. Gerade in der jetzigen Niedrigzinsphase solle deutlich mehr in die kreiseigenen Liegenschaften investiert werden.

Klimaschonender Bau sowie die Gestaltung von Schulen, angefangen bei den Schulhöfen bis zu den Neu- und Umbauten sind hier die Kernthemen. Dabei sollen immer die pädagogischen und fachlichen Interessen der Schulgemeinden berücksichtigt werden.

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