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Viel Lob für eine »gute Lösung«

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Von: Thomas Brückner

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Freude bei Vertretern von Gemeinde, Kreis, DRK und den Mitarbeiterinnen über die neue Kindertagesstätte Geilshausen. © Thomas Brueckner

Fast eine Punktlandung: Wenige Tage nach Beginn des Kindergartenjahres geht in Geilshausen eine neue Betreuungseinrichtung an den Start. Am Montag wird sie ihre Pforten öffnen, 23 Jungen und Mädchen sind sozusagen »Premierengäste«. In einer Feierstunde fand soeben die Übergabe des Hauses in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes statt.

Die neue Kita Geilshausen ist somit fast plangemäß fertig geworden. Was Rabenaus Bürgermeister Florian Langecker noch etwas mehr gefreut haben dürfte: Die klamme Gemeinde ist von der Preisexplosion im Baubereich verschont geblieben. Die Entscheidung für die schneller zu realisierende Modulbauweise sei auch deshalb richtig gewesen. »Das Gebäude, 650 Quadratmeter groß, bietet in seinen hellen, barrierefreien Räumen viel Platz, es ist mit Wärmepumpe, PV-Anlage und Gründach auch energetisch auf dem neuesten Stand«, unterstrich Langecker.

Was aber noch fehlt, sind die Außenanlagen mit Spielgeräten und Einfriedung, im Frühjahr aber soll dieser letzte Mangel behoben sein.

Kindern eine gute Zukunft eröffnen. Ein Anspruch, dem sich - nicht zuletzt - die Politik verpflichtet sehen sollte. In diesem Sinne äußerte sich auch Landrätin Anita Schneider: »Der Anfang dafür wird in den Kitas gelegt.«

Die SPD-Politikerin griff sodann die Diskussionen der Rabenauer Politik über den besten aller Standorte auf, an dessen Ende der Festplatz Geilshausen gestanden hatte. »Eine gute Lösung«, wie sie mit Blick aufs Neubaugebiet Richtung Odenhausen fand. Lob auch für das Konzept der Kita, da es Nachhaltigkeit und Ernährung in den Fokus rückt. Ihr Dank galt dem DRK, das sich einem neuen Betätigungsfeld gewidmet habe.

Da Pohlheim seine Kita-Pläne verschoben habe, eröffnete sie nun den Gästen, habe der Kreis einen höheren Batzen der Landeszuschüsse für Kindergartenbauten der Rabenau zuteilen können: statt 750 000 Euro eine Million.

Mit der Kita werde vor allem im Süden der Großgemeinde ein ortsnahes Betreuungsangebot geschaffen, stellte Christian Betz, Vorstandschef des DRK-Kreisverbandes, heraus. Der einstöckige Neubau am früheren Festplatz biete (theoretisch) Platz für bis zu 100 Kinder. Los gehe es am Montag mit »nur« 23, nach und nach kämen weitere hinzu. »Wir haben damit etwas Reserve«, sagte Betz. Was von Vorteil sei, da sich Bedarfsplanung heute oft als ein Blick in die Glaskugel erweise. Zum Start gibt es eine Kita-, eine altersgemischte und eine erste U 3-Gruppe - die zweite folge im Januar, kündigte Betz an. Nicht ohne den Hinweis, dass das Rote Kreuz für die Ausstattung »dieser schönen und zeitgemäßen Kita 100 000 Euro beigesteuert« habe.

Mit Spannung und Freude blicken nun Annette Weihrauch und ihr Team, zunächst sind es sieben Kolleginnen, auf den kommenden Montag. »Die Kinder bestimmen das Tempo der Eingewöhnung selbst, je nach Entwicklungsstand, Bildungserfahrungen und individuellem Verhalten«, erklärte die Einrichtungsleiterin vor der ebenso freudig gestimmten Gästeschar, darunter Kollegen, Vertreter des DRK und der lokalen Politik.

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