"Verkehrs- und umweltpolitisch falsch"

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Der Kreisvorstand der Grünen hat beschlossen, den Dannenröder Appell zu unterzeichnen. Der Bau der A49 sei verkehrs- und umweltpolitisch falsch.

Dazu erklärte Kreisvorstandsmitglied Christian Zuckermann, der Bau der Autobahn laufe der notwendigen Verkehrswende zuwider, zerschneide wertvolle Naturräume und beeinträchtige diese nachhaltig. Die Eingriffe hätten zudem Auswirkungen auf die regionale Trinkwassergewinnung. Darüber hinaus verursache der Bau der Autobahn enorme CO2-Emissionen. Er passe "angesichts der Klimakrise nicht mehr in die Zeit". Die Grünen hätten aber auch zur Kenntnis genommen, dass das Baurecht mehrfach höchstrichterlich bestätigt wurde, schreibt Zuckermann. Sie seien seit 40 Jahren als einzige Partei in Hessen gegen die A 49. "Wir haben diese Niederlage einstecken müssen und das ist schmerzlich." Der Bundestag habe den Bau beschlossen und die notwendigen Finanzmittel im Bundeshaushalt bereitgestellt, die bundeseigene Gesellschaft Deges sei nun beauftragt, den Bau zu organisieren.

Der Kreisverband appelliere an Bundestag und Bundesregierung, den Bau der A 49 zu stoppen. Sie seien diejenigen, die entscheiden können, ob sie das vorliegende Baurecht nutzen wollen - oder nicht. Zurzeit sei eine Petition der Schutzgemeinschaft Ohmtal Thema im Landtag. "Diese Petition unterstützen wir ausdrücklich. Viele Annahmen, die den damaligen Gutachten zur Schaffung des Baurechts zugrunde lagen, sind und bleiben mehr als fragwürdig", erklärt Zuckermann.

Die Grünen im Landkreis unterstützen zudem den friedlichen zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Weiterbau der A49.

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