Verfolgten Autoren Gehör verschaffen

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Auf Malta wird die investigative Bloggerin Daphne Caruana Galizia in den Tod gebombt. In der Türkei wird der Welt-Journalist Deniz Yücel verhaftet und eingesperrt. Zwei Beispiele von vielen, die zeigen: Wer in einigen Ländern öffentlich Kritik übt oder einfach nur seine Arbeit macht, schwebt in Lebensgefahr. Die Kreisvolkshochschule Gießen veranstaltet deshalb zusammen mit dem Verein "Gefangenes Wort" und dem PEN-Zentrum Deutschland die Lesung "Worte in Ketten".

Auf Malta wird die investigative Bloggerin Daphne Caruana Galizia in den Tod gebombt. In der Türkei wird der Welt-Journalist Deniz Yücel verhaftet und eingesperrt. Zwei Beispiele von vielen, die zeigen: Wer in einigen Ländern öffentlich Kritik übt oder einfach nur seine Arbeit macht, schwebt in Lebensgefahr. Die Kreisvolkshochschule Gießen veranstaltet deshalb zusammen mit dem Verein "Gefangenes Wort" und dem PEN-Zentrum Deutschland die Lesung "Worte in Ketten".

"Das freie Wort ist ein Menschenrecht", sagt Landrätin Anita Schneider, "doch bei der wachsenden Zahl von Diktaturen und autokratischen Staaten nicht überall auf der Welt." Deshalb sollen die Autoren am Freitag, 24. November, der Anonymität entrissen und ihren Texten Gehör verschafft werden.

Der Hörbuchsprecher Sven Görtz liest im VHS-Haus Lich Texte verfolgter und verbotener Autoren aus Syrien, Russland, Kamerun, China, Türkei und anderen Ländern. Anschließend folgt ein Gespräch mit dem 2014 aus Syrien geflohenen Autor Yamen Hussein. Er wird in seiner Heimat mit dem Tod bedroht. Mit ihm sprechen die Landrätin, Professor Sascha Feuchert (Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN) und Sven Görtz über politisch-gesellschaftliche Fragen – aber auch über die bedrückende und lebensbedrohliche Situation der Betroffenen.

"Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, mit Professor Feuchert und dem Verein Gefangenes Wort spannende Kooperationspartner gewinnen zu können", erklärt Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule. Görtz werde als "ein absoluter Stimmprofi" die verbotenen Texte eindrucksvoll präsentieren.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 24. November, im Haus der Kreisvolkshochschule in Lich von 16 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen werden bis Mittwoch, 22. November, unter der Telefonnummer 06 41/93 90-57 00 entgegengenommen.

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