Verdi kritisiert Klinik-Übernahme

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Gießen/Lich(pm). Die Gewerkschaft Verdi hat die Entscheidung des Bundeskartellamts kritisiert, eine Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum durch die Asklepios-Gruppe ohne Auflagen zuzulassen. Dies sei eine Fehlentscheidung, schreibt Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm in einer Pressemitteilung.

"Wir hatten uns erhofft, dass zumindest in Mittelhessen die weitere Konzentration in der Gesundheitsversorgung verhindert wird", sagte Saskia Teepe. Mit dem Universitätsklinikum Gießen Marburg UKGM und der Klinik in Lich sei Asklepios nun der beherrschende Krankenhauskonzern in Mittelhessen.

"Wir befürchten Nachteile für Patienten und Beschäftigte", erklärte Teepe. Beispielsweise stehe zu befürchten, dass das Leistungsspektrum in Lich nicht vollumfänglich bestehen bleibt.

Die Gewerkschaft sieht jetzt die Politik in der Verantwortung: "Vom Kreis Gießen erwarten wir ein deutliches Eintreten für den unveränderten Fortbestand der Klinik in Lich, eine vollumfängliche Beschäftigungssicherung sowie den Abschluss eines Tarifvertrags mit der Gewerkschaft", heißt es in der Pressemitteilung.

Man sehe eine besondere Verantwortung der Kommunal- wie Landespolitik. "Gesundheitsversorgung ist eine wesentliche Gemeinwohlaufgabe", erklärte Dzewas-Rehm.

Insbesondere in der Corona-Krise sei die Bedeutung der Beschäftigten im Gesundheitswesen deutlich geworden. Jetzt bräuchten auch sie Schutz, Unterstützung und vor allem gute und verlässliche Arbeitsbedingungen. Für Gespräche mit der Politik stehe Verdi jederzeit zur Verfügung: "An Asklepios erneuern wir unsere Aufforderung zu Tarifverhandlungen für die Klinik Lich."

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