Verbrennen und kompostieren verboten

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Gießen (pm). Der Eichenprozessionsspinner hat sich in Mittelhessen in diesem Sommer stark ausgebreitet. Nahezu jede Kommune im Kreis Gießen ist mittlerweile betroffen. Was aber geschieht mit den Abfällen, die bei der Bekämpfung entstehen? Diese Frage hat das Regierungspräsidium Gießen in den vergangenen Tagen mehrfach erreicht.

Das Regierungspräsidium ist weder für die Entfernung, noch für die Beseitigung der Abfälle zuständig. Es weist darauf hin, dass solche Abfälle bei den Landkreisen als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger abgegeben werden können.

Grundsätzlich gilt im eigenen Garten aber: Auf keinen Fall den Eichenprozessionsspinner selbst entfernen. Solche Experimente gefährden nicht nur die eigene Gesundheit. Stattdessen wird möglicherweise ein noch größerer Schaden riskiert. Das Entfernen des Eichenprozessionsspinners sollte professionell erfolgen und ist deshalb eine Aufgabe für den Fachmann.

Luftdichte Behältnisse

Wegen des allergenen Potenzials dürfen Rückstände aus der Bekämpfung ausschließlich in dafür zugelassenen Abfallverbrennungsanlagen beseitigt werden. Eine Verwertung der Abfälle, etwa durch Kompostierung, ist genauso verboten wie die Beseitigung in Eigenregie beispielsweise durch verbrennen. Die Landkreise sind als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger für die Annahme zuständig.

Die Abfälle müssen jedoch in luftdichten Behältnissen angeliefert werden. Diese sollen zudem eindeutig als Abfälle des Eichenprozessionsspinners deklariert sein. Die Annahme erfolgt unter der Abfallschlüsselnummer 020102, die für "Abfälle aus tierischem Gewebe" steht. Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger stellt auch sicher, dass die Abfälle direkt in zugelassene Verbrennungsanlagen gebracht werden und keine mechanische Behandlung zwischengeschaltet ist.

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