Ungeklärtes Prozedere

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise Entschädigung für Verdienstausfälle infolge häuslicher Kinderbetreuung in Aussicht gestellt, die nicht unter den Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes fallen. Ähnlich verhält es sich mit Verdienstausfällen durch Geschäftsschließungen. Grundlage dafür ist das Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage, das am 27. März beschlossen wurde.

Die genauen Voraussetzungen und das Prozedere möglicher finanzieller Hilfen sind allerdings noch nicht geregelt, wie die Wirtschaftsförderung des Landkreises Gießen mitteilt. "Wir müssen derzeit die Antragsteller auf unbestimmte Zeit vertrösten, weil die Ausführungsbestimmungen für die Entschädigungen erst noch geschaffen werden müssen", sagte Stabsstellenleiter Dr. Manfred Felske-Zech. Zugleich versichert er, alle Antragstellenden anzuschreiben, sobald die Situation geregelt ist.

Bevor Arbeitnehmer Ansprüche geltend machen, sollten sie sicherstellen, alles Vertretbare unternommen zu haben, um ohne finanzielle Einbuße der Arbeitsstelle fern bleiben zu können. Dazu zählt auch die Bereitschaft, Überstunden abzubauen oder Urlaub zu nehmen, um zu Hause die Kinder betreuen zu können.

Landrätin Anita Schneider bittet um Verständnis, dass zunächst geregelt werden muss, welche Behörde die Anträge bearbeitet, ehe die Mitarbeiter des Kreises Anträge entgegennehmen können. "Ich weiß, dass Familien in finanzieller Not sind, seit Schulen und Kitas pandemiebedingt geschlossen bleiben und Eltern deswegen Dienstausfälle haben. Wir werden uns bemühen, diesen Familien schnellstmöglich zu helfen, sobald die Möglichkeit dazu besteht."

Wer diesbezüglich Beratung braucht, kann sich an die Wirtschaftsförderung des Kreises wenden. Ansprechpartner ist Manfred Felske-Zech, Telefon 0641/9390-1768, E-Mail: manfred.felske-zech@lkgi.de.

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