In Kotagala läuft der Betrieb im "House of Hope" nach Überschwemmungen und Pandemie wieder an. FOTO: JOW
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In Kotagala läuft der Betrieb im "House of Hope" nach Überschwemmungen und Pandemie wieder an. FOTO: JOW

Überschwemmungen überstanden

  • vonJohannes Weil
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Hüttenberg(jow). Sri Lanka war 2020 von einem besonders starken Monsun mit Überschwemmungen betroffen. Dazu kamen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Dies hat auch die Arbeit des Hüttenberger Vereins "Hilfe für Kotagala" geprägt.

Nicht nur das Ausbildungszentrum, welches der Verein mit Spendengeldern unterstützt und aufgebaut hat, sondern auch die Wohnung einer Erzieherin waren mittelbar betroffen. Diese musste ihre überflutete Wohnung wechseln.

Wegen der Corona-Pandemie gab einen Monat lang keinen Busverkehr, sodass die Erzieherinnen nicht zur Arbeit kommen konnten, weshalb der Betrieb des Kindergartens bis zum 10. August eingestellt war. Jetzt gibt es besondere Hygienemaßnahmen. Auf Sri Lanka selbst gibt es insgesamt nur wenige Infektionen, in Kotagala - so weit bisher bekannt - keine.

Der Vereinsvorsitzende Ramanathan Vipoosana verdeutlichte im Rahmen der Mitgliederversammlung, dass das Ausbildungszentrum die heftigen Regenfälle dank der guten Drainage-Anlage verkraftet habe: "Allerdings hatten unbekannte Nachbarn das Gefühl, dass ihre Grundstücke unter den vom Grundstück des Ausbildungszentrums abfließenden Wasser leiden und deshalb die Drainagerohre verstopfen. Daher kam es doch zu einer Überflutung des ›House of Hope‹-Grundstücks." Inzwischen herrscht wieder Frieden mit den Nachbarn.

Der Hüttenberger Verein hat drei gebrauchte Nähmaschinen gespendet bekommen, die nach Kotagala transportiert werden können. Vipoosana selbst möchte im November wieder dorthin reisen. In der kommenden Zeit wird ein dortiger Pastor Bibelstunden abhalten, zudem könnten Nachhilfestunden abends im Gebäude angeboten werden.

"Wegen des Virus müssen sich die Kinder außerhalb des Gebäudes die Hände waschen, daher wurde dort ein provisorisches Waschbecken installiert", berichtete der Vorsitzende. Es besteht eine Maskenpflicht für den Weg der Kinder vom und zum Kindergarten, im Gebäude wird auch auf Einhaltung der Abstandsregeln geachtet. Würden noch mehr Kinder kommen, müssten diese im Schichtbetrieb versorgt werden. Dies würde bedeuten, dass eine Hälfte montags bis mittwochs, die andere donnerstags bis samstags betreut werden. Nach Entlassung des letzten Jahrgangs seien noch 39 Kinder angemeldet, bei derzeit vier Erzieherinnen könnten aber bis zu 80 Kinder aufgenommen werden.

Die Erzieherinnen seien derzeit überwiegend mit Aufräum- und Gartenarbeiten beschäftigt. Die Wände würden gestrichen und alles für den neuen Kurs vorbereitet. Eine der Erzieherinnen ist gelernte Konditorin und will Frauen aus dem Ort darin unterrichten.

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