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Gelegenheit macht fit: Bei der Übergabe von Wetterfelds neuer Attraktion testet Ulf Häbel eines der Senioren-Fitnessgeräte.

Treffpunkt für alle Generationen

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Laubach (tb). Nur gut ein Jahr ist vergangen, seitdem der Förderantrag gestellt wurde. Doch schon konnte nun der Sport- und Bewegungspark Wetterfeld der Öffentlichkeit übergeben werden. Als Projekt der Dorfentwicklung (IKEK) sollte im Umfeld von Kirche, Kita und Bürgerhaus, von Boule-, Sport- und Spielplatz ein zentraler Treff geschaffen werden. Gleichsam eine neue Dorfmitte, als Treffpunkt für alle Generationen.

Vorweg: Die Mission ist erfüllt.

Der »Sport- und Bewegungspark« umfasst je zwei Senioren-Fitnessgeräte, Panoramaliegen und Spielgeräte für Kinder, ferner einen Pavillon. Eine neue Wegeführung wurde angelegt, Bepflanzungen, Sitzflächen und ein Holzzaun zur Einfriedung runden das Konzept ab. Ausgearbeitet wurde dies auf Initiative des Sportvereins und Ortsbeirats.

2019 hatte zunächst die IKEK-Steuerungsgruppe, im vergangenen Herbst dann die Stadtverordneten ihr Placet für die Aufwertung des alten Spielplatzes zu einem Generationen-Treffpunkt gegeben.

Gelungenes IKEK-Projekt

Die Kosten belaufen sich auf rund 41 500 Euro, das Land gewährte eine Förderung von rund 31 500 Euro. Wie Ulrike Stiehl als Vertreterin des hier federführenden Amtes für den Ländlichen Raum betonte, kam Laubach dabei in den Genuss des 2020/21 erhöhten Fördersatzes von 90 Prozent. »Eine schöne, lebendige Dorfmitte wurde hier geschaffen, die ganz viele Möglichkeiten bietet«, resümierte sie. Und erinnerte auch daran, dass Wetterfeld bereits in den Nullerjahren von der Dorferneuerung alter Prägung profitierte.

Bei der Übergabe würdigte Erster Stadtrat Björn Erik Ruppel das ehrenamtliche Engagement der AG-Mitglieder und weiterer Helfer, des Sportvereins, Ortsbeirats und des Bauhofs. Aus der Riege der 50 bis 60 Ehrenamtlichen wurden Sabine Bender, Jan Albach und Peter Schüssler als treibende Kräfte hervorgehoben. Insgesamt rund 1850 Stunden Eigenleistung wurden erbracht.

Dass der Park ein »toller Meilenstein«, doch nicht das letzte Projekt des neuen, agilen Vorstandes sein werde, unterstrich SV-Vorsitzender Schüssler.

Björn Erik Ruppel, er vertrat den urlaubenden Bürgermeister Matthias Meyer, sah in dem Projekt ein »Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns«. Dies im Sinne eines bedenkenswerten Beispiels dafür, was Bürger mit Eigenleistung und Kreativität gemeinsam städtischen Gremien erreichen können.

Wetterfelds neuer Treffpunkt ist für Ruppel ein positives Signal - adressiert an all jene, die angesichts der nun mal gegebenen Regeln das Dorfentwicklungsprogramm (IKEK) mit Skepsis betrachteten. »Wie hier zu sehen, lässt sich mit den Fördermitteln des Landes etwas bewegen.« Ein Hinweis, durchaus mit »Zaunpfahl-Qualität«, an die Bürger des freilich städtisch strukturierten Laubach, die sich mit dem IKEK-Projekt »Marktplatz-Umbau« seit Jahren schwertun.

In diesem Sinne äußerten sich auch Dr. Ulf Häbel als Vorsitzender der IKEK-Steuerungsgruppe und Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn. »Das Feuer brennt von unten. Laubach ist vielleicht zu groß«, meinte der Erste. »Wenn Laubach Wetterfeld wäre, wäre vieles einfacher«, scherzte der Zweite. Und würdigte dieses Projekt auch als Beleg für die konstruktive Arbeit der federführenden Behörde, was Kühn dennoch als Perspektive auch für den Marktplatz erhoffte.

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