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Traudel Timmermann feiert 95. Geburtstag

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Hüttenberg (jow). Den Kuchen für ihren Geburtstag backt sie noch selbst. Zwei Tage vor ihrem 95. Geburtstag stand "Traudel" Timmermann in der Küche und bereitet eine Prinz-Regenten-Torte vor. Die Jubilarin ist eine der ältesten Einwohnerinnen von Hüttenberg. Zur Welt kam sie am 10. November 1924 als Edeltraud Böhm im nordböhmischen Politz an der Elbe. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Schneiderin. Nach zwei Jahren musste sie in die Margarinefabrik wechseln.

1946 starb die Mutter an einer Rippenfellentzündung. Vier Wochen später musste sie mit ihrem Vater die Heimat verlassen. Die beiden kamen zunächst nach Niederweimar bei Marburg. Ihr Vater arbeitete in einer Fabrik und sie machte die Näharbeiten für Naturalien. Dort lernte sie auch ihren Mann Hermann kennen. Er stammte aus Osnabrück. Der gelernte Elektriker war Berufssoldat und befand sich gerade im Gefangenenlager in Cappel. Im Mai 1947 gaben sich beide das Jawort. "Traudel", wie die Jubilarin überall genannt wird, brachte fünf Söhne zur Welt. Dem ältesten Sohn Klaus folgten noch Hans, Günther, Bernd und Armin. "Es sollte immer ein Mädchen werden", muss sie noch heute schmunzeln.

Die Familie wurde in Hochelheim sesshaft. 1954 bauten sie das Haus in der Schulstraße. Sie kümmert sich um die fünf Kinder und nähte für die Leute in ihrem Umfeld. Ein großes Hobby war der Gesang. Bis zum 85. Geburtstag war sie eine feste Stütze im Hochelheimer Frauenchor. 1992 starb ihr Mann.

"Traudel" Timmermann verfolgt noch das Geschehen im Dorf. Wenn es die Kraft und das Wetter zulassen, macht sie mit Stock oder Rollator noch ihre täglichen Spaziergänge. Zu den Gratulanten am Sonntag zählten der Obst- und Gartenbauverein, der Treff ab 60 und ein Beigeordneter der Gemeinde. (Foto: jow)

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