Mit einem Schwerlastkran wird der Kernspintomograf angeliefert. FOTO: PM
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Mit einem Schwerlastkran wird der Kernspintomograf angeliefert. FOTO: PM

Topmodernes Gerät

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Gießen(pm). Die fachübergreifende Gemeinschaftspraxis Diagnostikzentrum für Radiologie und Neurologie Gießen mit Sitz am Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen, nimmt in Kürze einen neuen Kernspintomografen (MRT) in Betrieb. Derzeit laufen in der Praxis die Umbauarbeiten für die Installation des MRT-Scanners auf Hochtouren.

Vor wenigen Tagen erfolgte die Anlieferung und Einbringung in den künftigen Untersuchungsraum mit einem Schwerlastkran. Es muss nun die gesamte Elektronik und Starkstromversorgung eingebaut werden und der von flüssigem Helium umgebene Magnet des MRT auf Betriebstemperatur in den supraleitenden Zustand heruntergekühlt werden. Routinemäsßge MRT-Untersuchungen starten dann aller Voraussicht nach im kommenden Juli.

"Anfang März standen wir wegen der Corona-Pandemie und zunehmender Hiobsbotschaften aus allen Richtungen vor der Frage, das MRT-Projekt erst mal für mindestens ein halbes Jahr auf Eis zulegen", so die Radiologen Dr. Christoph Winter und Dr. Nils Hackstein. "Wir haben uns dann - trotz der damaligen Risiken und Unsicherheiten bezüglich der Corona-Krise - nach Rücksprache mit allen beteiligten Firmen dafür entschieden, das Projekt durchzuziehen.

Das neue MRT Signa Pioneer 3.0 T der Firma GE-Healthcare ist ein MRT-Scanner der neuesten Generation. Durch das besonders starke Magnetfeld von 3.0 Tesla sind die gemessenen Bilder sehr signalreich und deutlich, und die Untersuchungen werden verkürzt.

Zusätzlich sind einige Sequenzen leiser als in herkömmlichen oder älteren MRT-Scannern. Die Untersuchungsöffnung, in der der Patient liegt, ist mit 70 Zentimetern Durchmesser sehr groß (wie ein CT), und bietet mehr Raum für den Patienten als die meisten älteren MRT. Dies ist die moderne Variante für Angstpatienten.

Es sind alle üblichen MRT-Untersuchungen möglich, so zum Beispiel Gehirn- und Gelenkuntersuchungen, aber auch modernste MRT-Herzbildgebung oder Untersuchungen der Prostata zur Frage Prostata-Krebs.

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