"Tiere kennen keine Uhr"

  • vonred Redaktion
    schließen

Gießen(pm). An diesem Wochenende werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Es wird morgens wieder früher hell und abends eine Stunde früher dunkler. Damit fällt die Dämmerungszeit, in der sich die heimischen Wildtiere auf Nahrungssuche begeben, wieder in die Hauptverkehrszeit. Deshalb ist auf den Straßen besondere Vorsicht geboten, mahnen Polizei und ADAC.

"Tiere kennen weder Verkehrsregeln noch Zeitumstellung. Wir empfehlen, immer mit angepasster Geschwindigkeit und vorrausschauender Fahrweise zu fahren", rät Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. "Nur mit ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug behalten Verkehrsteilnehmer den Überblick und kommen bei einer Gefahrenbremsung rechtzeitig zum Stehen", so Herda. Insbesondere die Morgenstunden würden zur Falle für Tier und Mensch. Zwischen 6 und 8 Uhr sei das Risiko für einen Zusammenstoß besonders hoch.

Wenn ein Tier am Straßenrand steht, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Die Augen der Wildtiere sind deutlich lichtempfindlicher als die des Menschen, das Fernlicht blendet und macht sie orientierungslos. Der Hupton hilft Wildtieren, sich akustisch zu orientieren und zu flüchten. Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern das Lenkrad gut festhalten und bremsen.

Im Interesse des Tierschutzes ist es nach einem Wildunfall Pflicht, die Polizei anzurufen, selbst wenn das Tier geflüchtet ist. Diese kontaktiert den zuständigen Jäger, der das verletzte Tier suchen und erlösen kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare