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Der Teamplayer

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Jetzt ist es (partei-)amtlich: Ralf Volgmann ist Bürgermeisterkandidat der SPD in Wettenberg und soll ab Februar 2022 Thomas Brunner im Rathaus nachfolgen. Zugleich ist der 57-jährige Krofdorf-Gleiberger Spitzenkandidat auf der SPD-Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 5. März 2021.

Die Wettenberger Sozialdemokraten haben ihren Vorsitzenden Ralf Volgmann am Donnerstag in einer Mitgliederversammlung einstimmig für das Bürgermeisteramt nominiert und anschließend ebenso einmütig und ohne weitere Debatte die Vorschlagsliste für die Wahl zur Gemeindevertretung verabschiedet.

Volgmann ist Vorsitzender der SPD Wettenberg, des Bürgerprojekts Gleiberg, Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wettenberg und engagiert sich als Vorsitzender des Sozialausschusses in der Gemeindevertretung. Seit 2018 verantwortet der gelernte Bäcker, Erzieher und Gemeindepädagoge als Geschäftsführer von " Schule @Gießen"die Ganztagsangebote aller Gießener Schulen. Zuvor hatte sich Volgmann in der kirchlichen Arbeit und in der Sozialarbeit in Gießen eingebracht. Vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war und ist ihm ein zentrales Anliegen.

"Gemeinsam für Wettenberg" hat er seine Bewerbung um das Bürgermeisteramt überschrieben; Volkmann will, wie im seitherigen Beruf und im Ehrenamt, auch im Rathaus und im Dialog mit den Bürgern ausdrücklich als Teamplayer agieren und sieht sich dabei "gleichermaßen als Moderator und Motor".

"Ich bin auf Unterstützung und Mitarbeit angewiesen. Ich wünsche sie mir ausdrücklich", lädt er zum Mitmachen ein. Als Themenschwerpunkte benennt der Sozialdemokrat unter anderem das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum, eine ausgewogene, hochwertige Gewerbeentwicklung sowie das dringend notwendige Verkehrs- und Radwegekonzept.

Ein Masterplan, ein Gesamtkonzept für die Weiterentwicklung der Kommune ist derzeit unter dem Titel "Wettenberg 2030" in Arbeit, sagte Volgmann.

Im Spätsommer hatte der amtierende Bürgermeister Thomas Brunner (SPD) angekündigt, nicht über zwölf Jahre hinaus im Rathaus zur Verfügung zu stehen. "Es kam der Reiz des Neuen auf mich zu. Und der war stärker als der Wunsch, mich um eine dritte Amtszeit zu bewerben", sagte er den Mitgliedern, ohne näher darlegen zu wollen, wohin er beruflich strebt. Dass Volgmann als Parteivorsitzender und engagierter Gemeindevertreter mit ausgeprägter sozialer Kompetenz für eine mögliche Nachfolge bereitsteht, habe es ihm leicht gemacht, sich zu entscheiden, sagt Brunner. Er legte den Parteifreunden eine Leistungsbilanz seiner bisherigen Amtszeit vor mit Investitionen von rund 30 Millionen Euro in die Kommunale Infrastruktur seit 2010 - und das bei gleichzeitigem Abbau von Schulden.

Dabei schlug Brunner den Bogen zurück zur Arbeit seiner Vorgänger Gerhard Schmidt und Günter Feußner: "Wir haben in über 40 Jahren in Wettenberg viel erreicht. Das steht auf dem Spiel, wenn die Gemeinde nicht mehr sozialdemokratisch regiert wird", warb Brunner bei den Parteifreunden für engagierte Wahlkämpfe in 2021.

Wann genau die Bürgermeisterwahl sein wird, das steht noch nicht fest. Voraussichtlich zwischen Juni und Oktober 2021. Brunners Amtszeit endet am 31. Januar 2022.

Schon sehr frühzeitig hat die CDU ihren Kandidaten fürs Rathaus präsentiert: Andreas Heuser, Polizeihauptkommissar aus Frankenbach mit Wurzeln in Krofdorf-Gleiberg, ist vor vier Wochen von den Christdemokraten nominiert worden. Ob es weitere Bewerber um die Brunner-Nachfolge gibt, ist noch offen.

In der Gemeindevertretung stellt die SPD in Wettenberg traditionell die mit Abstand stärkste Fraktion. Bis 2015 war sie sogar mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet. Seitdem gibt es eine Zusammenarbeit mit den Grünen.

Für die Wahl zur Gemeindevertretung am 14. März 2021 präsentiert die SPD ein 33 Namen umfassendes Angebot: Spitzenkandidat ist Ralf Volgmann, gefolgt vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Hans-Peter Steckbauer, sowie dem Fraktionsvorsitzenden Prof. Dr. Ulrich Ellinghaus. Die weiteren Kandidaten (bis Listenplatz 20): Kira Daubertshäuser, Reinhard Bamberger, Ines Wegener, Kai Daubertshäuser, Julia-Swantje Fritsch, Ramon Plaß, Oliver Wegener, Heide Simonis, Pierre Bittendorf, Tobias Wagenknecht, Hans Karpenstein, Regina Schwalb-Gwosc, Prof. Dr. Hans-Richard Wegener, Sven Hofmann, Otwin Balser, Ekrem Eren und Gerald Payer. FOTO: SO

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