Tagestourismus ist passé

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Gießen(pm/bf). Der Landkreis Gießen hat nach dem Auslaufen der beiden derzeit geltenden Allgemeinverfügungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine neue Verfügung erlassen. Diese sieht unter anderem eine Einschränkung des Bewegungsradius für tagestouristische Ausflüge vor. Bewohner des Landkreises ist es demnach untersagt, sich in einem Umkreis von mehr als 15 Kilometern gemessen von ihrer Gemeinde beziehungsweise ihrem Wohnort aufzuhalten.

Diese Einschränkung, so heißt es in der Pressemitteilung, gilt nur für tagestouristische Ausflüge. Ein Begriff, der überaus dehnbar und nicht weiter definiert ist. Und genau das ist das Problem. Ein Beispiel: So seien etwa Fahrten zu Ausflugszielen wie dem Hoherodskopf oder dem Feldberg untersagt. Ein Besuch eines Freundes - in Frankfurt etwa - sei dagegen erlaubt, heißt es aus der Kreis-Pressestelle.

Ausgangssperre weiter gültig

Außerdem gilt weiterhin die nächtliche Ausgangssperre, die das Land für Kreise mit Sieben-Tage-Inzidenzen über 200 vorsieht. Sie tritt wie bisher zwischen 21 und 5 Uhr in Kraft. In dieser Zeit ist der Aufenthalt außerhalb von Wohnungen nur in Ausnahmegründen gestattet.

Mit der Inzidenz über 200 ist auch weiterhin die Abgabe von Alkohol zum sofortigen Verzehr untersagt. Die Landesregeln verbieten ebenso den Alkoholkonsum im öffentlichen Raum.

Zudem dürfen nur Personen Pflegeheime besuchen, die einen aktuellen negativen Antigen- oder PCR-Test auf SARS-CoV-2 nachweisen können. Um als aktuell zu gelten, darf ein Antigen-Test nicht älter als 24, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden seit der Probenentnahme sein.

Sport in öffentlich-zugänglichen Anlagen, wie zum Beispiel in Sport- und Kletterhallen, bleibt untersagt. Ausnahmen gelten für den Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports.

Zudem gilt wie bisher die Maskenpflicht in Fußgängerzonen und auf Parkplätzen von Verkaufsstätten während der Ladenöffnungszeiten. Ebenso die Maskenpflicht bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften, Trauerfeiern und Bestattungen sowie in Kindertagesstätten mit Ausnahmen der Betreuer während der pädagogischen Arbeit mit Kindern unter drei Jahren.

Die Kontrolle der Regeln obliegt Polizei und Ordnungsämtern. Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Montag, den 11. Januar, in Kraft und gilt bis 31. Januar. Sie kann vorab nur aufgehoben werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge wieder unter 200 fällt.

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