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Die Eintracht ist in ihrem Jubiläumsjahr breit aufgestellt. (Repro: jow)

Symbol des Strebens nach Harmonie

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Hüttenberg (jow) Der Männergesangverein "Eintracht" 1874 Hüttenberg kann auf eine 145-jährige, ereignisreiche Vereinsgeschichte zurückblicken. Das feiert der Chor ab Freitag drei Tage lang zusammen mit befreundeten Ensembles: Am 14. Juni geht es mit dem Freundschaftssingen um 19.30 Uhr in der Sporthalle Hüttenberg los. Tags drauf wird an selber Stelle ab 19 Uhr eine "Kölsche Nacht" gefeiert, wobei die Paveier sowie als Vorband Rotlaut spielen. Karten gibt es an der Abendkasse für 22 Euro, im Vorverkauf für 19 Euro bei der Hüttenberger Bank. Am Sonntag klingt das Festwochenende mit dem Volksliederwettberwerb ab 10 Uhr aus. Ab 12 Uhr gibt es Spaß mit der Wiking Band.

145 Jahre - damit ist die Eintracht einer der ältesten Hüttenberger Vereine. Als die Gründer sich am 6. Januar 1874 zusammenfanden, um einen Hörnsheimer Gesangverein zu gründen, wählten sie die Namen Eintracht. Er sollte als Symbol für das "stete Streben nach harmonischem Zusammenleben und Einigkeit" stehen. 1889 richtete der Verein erstmals einen Unterhaltungsabend aus, zwölf Jahre später nahm er zum ersten Mal an einem Wettstreit teil. Die Fahnenweihe und die Ausrichtung eines Wettstreits zum 40-jährigen Vereinsbestehen 1914 kündeten noch nicht vom Ausbruch des Krieges. 1919 nahm die "Eintracht" ihre Vereinstätigkeit wieder auf und lud zu Gesangstunden.

Der Zweite Weltkrieg brachte das Vereinsleben dann wieder zum Erliegen. Ab 1949 sangen die "Eintrachtler" wieder, ab 1951 integriert in den Sängerbund "Hüttenberg-Schiffenberg". Anlässlich des 80-jährigen Vereinsjubiläums 1954 richtete der Verein zum ersten Mal das Bundeswertungssingen des Sängerbundes aus. 1975 erhielt der Verein die Zelterplakette, es ist die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre. In den 1980er Jahren begann der Verein mit seinen Auslandsreisen. Unter anderem ging es auf eine Konzertreise nach Kanada mit 23 Auftritten.

Die jüngere Vereinsgeschichte prägten in musikalischer Sicht die Chorleiter Werner Jung und Jochen Stankewitz. Werner Jung übernahm 1977 das Dirigat bei der "Eintracht" 35 Jahre lang. 2012 übernahm Chorleiter Jochen Stankewitz die musikalische Leitung. Mit dem Chor heimste er in den letzten Jahren etliche Preise mit der Eintracht ein. 2015 nahm der Verein am ersten Deutschen Chor-Gipfel teil, den der Radiosender "Klassikradio" veranstaltete. Eine Jury des Senders wählte die Eintracht unter die Top 50 - dies als einziger Männerchor Hessens. 2018 wurde die erste "Kölsche Nacht" ins Leben gerufen - die nun zum Jubiläum erneut stattfindet.

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