Kunstrasenplätze

Sven Simon will Lösung "mit Augenmaß"

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Gießen (pm). In den vergangenen Wochen ist eine Debatte über ein angeblich geplantes Verbot von Kunstrasenplätzen durch die EU entbrannt, die bei vielen Ehrenamtlichen und Vereinsmitgliedern Sorgen ausgelöst hat. Hintergrund ist, dass ab 2021 die Verschmutzung durch Mikroplastik europaweit massiv reduziert werden soll. Dazu äußerte sich jetzt Sven Simon (CDU), Europaabgeordneter aus Buseck. "Die EU-Kommission hat klargestellt, dass ein Verbot von Kunstrasenplätzen allgemein überhaupt nicht zur Debatte steht. Vielmehr geht es darum, Alternativen für das bisher auf Kunstrasenplätzen eingesetzte Plastikgranulat zu finden."

Dabei müsse jedoch das Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt und Mehrkosten für Sportvereine verhindert werden, erklärt Simon. "Alternativen zu dem bisherigen Plastikgranulat wie beispielsweise Korkstreu sollten nun geprüft und mit einer angemessenen Übergangszeit und finanzieller Unterstützung verwirklicht werden."

Aktuell befinde sich die europäische Chemikalienagentur in einer ersten Konsultationsphase, bei der Vorschläge aus der Bevölkerung eingereicht werden können. Im Anschluss müsste das Parlament einer konkreten Beschlussfassung zustimmen. Simon dazu: "Anders als in manchen Medien und sozialen Netzwerken befürchtet, werden weder Kunstrasenplätze verboten noch die Sportvereine vor finanzielle Existenznöte gestellt." Vielmehr solle Mikroplastik "durch staatlich unterstütze Umrüstung mit Augenmaß reduziert" werden.

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