Für "Tour der Hoffnung"

24 Stunden, 550 Kilometer und 12 000 Euro

  • vonLena Karber
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Hungen(lkl). Carsten Butteron hat sein Ziel erreicht: 24 Stunden wollte der Hungener in die Pedale seines Spinning-Rades treten, um 10 000 Euro zugunsten der "Tour der Hoffnung" für krebskranke Kinder zu sammeln. Als er am Freitagmorgen um 8 Uhr auf seinem Balkon auf sein Fahrrad stieg, hatte er diese Summe zwar noch nicht ganz zusammen, doch im Laufe der Aktion, die man per Livestream verfolgen konnte, melden sich noch weitere Spender. Und so hatte Butteron um die Mittagszeit die selbst gesetzte Marke geknackt. Am Ende kamen sogar 12 000 Euro zusammen.

Unterstützt wurde Butteron, der in den 24 Stunden nur drei kurze Toiletten-Pausen einlegte, fast rund um die Uhr von zahlreichen Freunden und Bekannten, die vorbeikamen, um ihn zu unterhalten. Vor seinem Haus, wo er einen Tisch mit Kaltgetränken und einer Spendendose aufgebaut hatte, war ständig etwas los. Und in den nächtlichen Ruhephasen sang Butteron, um sich wachzuhalten.

24 Stunden, zwei Bananen, zwei Energieriegel, etwa 14 Liter und 548 Kilometer nach dem Start hatte Butteron es geschafft. Vor dem Haus zählten Unterstützer am Samstagmorgen um kurz vor acht einen Countdown - doch als die Null erreicht war, hörte Butteron nicht auf, zu strampeln: Die 550 Kilometer wollte er doch noch vollmachen.

Obwohl die Aktion für den Langstreckenfahrer, der Spinning wegen des fehlenden Fahrtwindes und der fehlenden Pausen als besonders anstrengend empfindet, "eine Schinderei" war, fällt sein Fazit positiv aus. "Ich war von Anfang an nur am Schnaufen und Kämpfen und bereits nach einer halben Stunde pitschnass", sagt er. "Aber ich würde es wieder machen, zwar nicht einfach so, aber zumindest für den guten Zweck."

Das Spendenkonto (Kontakt: carsten.butteron@allianz.de) will Butteron noch zwei Wochen lang geöffnet lassen, denn: "Geld für kranke Kinder kann man nie genug haben."

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