Stolz auf bedeutende Schau

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Mücke (pm). "Du fängst kein Werk an für immer und ewig. Ob du es aufbewahrst, ob es dauerhaft ist, stellt sich erst heraus." Diesen Blick auf die Kunst - der die Definition der "dauerhaften Provisorien" exakt beinhaltet - teilt Thomas Vinson vom Kunstturm Mücke mit dem Künstler Imre Kocsis, der ihn mit seinen Werken stets beindruckt hat und ihm ein großes Vorbild war. Volker Schönhals, gemeinsam mit Vinson Kurator des Kunstturms, konnte Kocsis persönlich als Dozent und Mentor kennenlernen, auch sein Kunstverständnis wurde davon nachhaltig mitgeprägt.

Umso mehr freuen sich Vinson und Schönhals, nun Werke des 1991 verstorbenen Grafikers an ihrem ganz besonderen Ort für Kunst auszustellen. Gemeinsam mit Kocsis’ Witwe Isabel haben sie die Schau kuratiert und auch den Namen gefunden, der sich auf einen Schreibfehler des Künstlers bezieht: "Schwarz ist für mich untrennbar verbunden mit Weiß", heißt es in einer Ausführung Kocsis’, die außer dem Titel der Ausstellung auch gleich einen direkten Bezug zu dem streng grafischen Werk des 1937 in Ungarn geborenen und 1956 nach Deutschland emigrierten Künstlers erschafft.

In erster Linie schwarzweiß gehalten sind Bilder und Objekte Kocsis’, denen ein strenger Umgang mit dem Raum eigen ist. Für die Ausstellung in Mücke konnte mit Gudlaugur Bjarnason auch der langjährige Assistent Kocsis’ gewonnen werden, der gemeinsam mit Isabel Kocsis den Kunstturm bestücken wird. Schönhals: "Wir freuen uns ganz besonders, dass Isabel Kocsis sich die Werke ihres verstorbenen Mannes gut in unserem Kunstturm vorstellen kann." Sie steuere auch Werke aus ihrem Privatbesitz bei. Für den kleinen Ausstellungsort fern der großen Kunstmetropolen sei diese Ausstellung eine weitere Aufwertung der Arbeit in Mücke.

Die Vernissage findet am kommenden Sonntag, 15. September, um 14 Uhr im Kunstturm Mücke statt. Die Ausstellung ist bis 11. November jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 0172/1365286 zu besichtigen.

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