Hilfe aus napoleonischer Zeit

Stiftung unterstützt Vereine aus dem Kreis

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Gießen (pm). Sport und Napoleon sind zwei Welten, und doch profitiert die eine von der anderen. Einer über 200 Jahre alten Stiftung, ursprünglich als "Fonds für Findel- und verlassene Kinder der Provinz Rheinhessen" gedacht, ist es zu verdanken, dass heimische Sportvereine auch in diesem Jahr wieder unterstützt werden können. Aus Mitteln der "Stiftung für die Deutsche Jugend" werden Gelder für den Kauf von Sport- und Trainingsgeräten wie Bälle, Netze und Trikots bereitgestellt, für die es keine sonstigen öffentlichen Zuwendungen gibt. Dem Regierungspräsidium Gießen stehen hierfür in diesem Jahr rund 1400 Euro zur Verfügung. Insgesamt werden sechs Vereine gefördert - vier davon aus dem Landkreis Gießen.

Von der Stiftung profitieren diesmal: SV Queckborn (250 Euro), TV 07 Watzenborn-Steinberg (200 Euro), der MTV 1846 Gießen (250 Euro), die Kinder- und Jugendtanzgruppe der evangelischen Kirchengemeinde Annerod (200 Euro) sowie - aus dem Vogelsbergkreis - der TSV Lingelbach (250 Euro) und der Schützenverein 1863 Kirtorf (250 Euro).

Und was hat das mit Kaiser Napeleon I. zu tun? Vom Stiftungszweck vorgegeben, können im Regierungsbezirk nur Anträge aus den Landkreisen Vogelsberg und Gießen berücksichtigt werden. Ein napoleonisches Dekret aus dem Jahre 1811 begrenzt die Stiftung auf das frühere Großherzogtum Hessen-Darmstadt einschließlich Starkenburg und Oberhessen. Deshalb können die Stiftungsmittel ausschließlich im Landkreis Gießen mit Ausnahme von Wettenberg, Biebertal, Lollar-Salzböden und Lollar-Odenhausen sowie im Vogelsbergkreis vergeben werden.

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