"Stets die Gefahr im Hinterkopf haben"

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). In diesem Sommer verzichten viele auf eine Reise ins Ausland. Urlaub vor der Haustür ist essen angesagt - raus ins Grüne, an den Badesee oder ins Zelt. Doch Vorsicht ist geboten, denn Zecken lauern im hohen Gras und können schwerwiegende Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Bereits der benachbarte Landkreis Marburg-Biedenkopf gilt als Risikogebiet für FSME, einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Impfung schützt zuverlässig vor FSME

Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock rät: "Wenn Sie sich in der freien Natur aufhalten, sollten Sie stets die Gefahr im Hinterkopf haben. Angemessene Kleidung und die Nutzung von Insektenabwehrmitteln kann vor Zeckenstichen schützen." Nach einem Aufenthalt im hohen Gras und am Waldrand sollte man den Körper nach Zecken absuchen - vor allem an dünnhäutigen Stellen, denn dorthin krabbelten die Tierchen zumeist.. "Entfernen Sie die Blutsauger sofort, desinfizieren und beobachten Sie in den Tagen darauf die Einstichstelle. Sprechen Sie zudem mit Ihrer Hausärztin oder -arzt zudem über die Möglichkeit einer FSME-Impfung und lassen Sie sich beraten."

Borreliose überträgt sich durch Bakterien, die zum Beispiel durch einen Zeckenstich in den Körper gelangen können. In vielen Fällen wird in den Tagen danach die typische Ring-Röte um den Stichkanal entdeckt, einige Infektionen werden aber zunächst gar nicht bemerkt, es kann dennoch zu späteren neurologischen Beschwerden kommen. "Nehmen Sie daher bitte jeden Zeckenstich ernst", appelliert der Kreis-Gesundheitsdezernent. Denn die auslösenden Borrelien werden in allen Teilen Europas nachgewiesen.

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