So voll ist es beim Krämermarkt in Staufenberg. Aufgrund der Corona-Krise ist er für dieses Jahr abgesagt. ARCHIVFOTO: KHN
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So voll ist es beim Krämermarkt in Staufenberg. Aufgrund der Corona-Krise ist er für dieses Jahr abgesagt. ARCHIVFOTO: KHN

Staufenberger Krämermarkt wird abgesagt

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Staufenberg(pm/jwr). In Staufenberg hat nun erstmals der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) aufgrund neuer Regeln auf Landesebene anstatt des Parlaments Entscheidungen getroffen. Dabei wurde ein sogenanntes Umlaufverfahren angewandt, während die Parlamente zwingend öffentlich tagen müssen, was derzeit kaum möglich ist.

Unter anderem fasste der Ausschuss einen Beschluss, der viele Eltern freuen dürfte: "Auf Empfehlung des Magistrats hat der HFA mehrheitlich beschlossen, die Kita-Beiträge für die Kinder, die wegen des Coronavirus vom Besuch der Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeschlossen sind, für den Monat April 2020 zu erlassen", teilt Bürgermeister Peter Gefeller mit. Damit werde die durch die aktuelle Corona-Krise ausgelöste finanzielle Belastung betroffener Eltern "zumindest ein wenig gemildert". Derzeit haben Kinder nur dann einen Anspruch auf Betreuung in Notgruppen, wenn mindestens ein Elternteil in einem aktuell besonders wichtigen Beruf arbeitet.

Gesundheitsschutz hat Vorrang

Der Magistrat der Stadt tagte nun bereits zum zweiten Mal im Umlaufverfahren. Unter anderem wurde in dem Gremium unter Vorsitz des Bürgermeisters die Entscheidung gefällt, den für den 11. Juni (Fronleichnam) geplanten Krämermarkt aus Gründen des Gesundheitsschutzes abzusagen. "Dies ist eine Entscheidung, die sich der Magistrat nicht leicht gemacht hat, die aber angesichts der derzeitigen Lage unumgänglich ist", äußert sich Gefeller.

Der Beschluss sei umso schwerer gefallen, da Vereine und die Verwaltung bereits intensiv mit der Planung für den Markt beschäftigt gewesen seien. Im Zuge der Einschränkungen des öffentlichen Lebens sei aber "eine planvolle Umsetzung und Vorbereitung des Staufenberger Krämermarkts nicht zu gewährleisten". Denn niemand könne sagen, "wie sich die aktuelle Situation auf die nächsten Monate auswirken wird". Gefeller weiter: "Nach Auffassung des Magistrats gibt es aus heutiger Sicht keine Alternative zur Absage, da die Gesundheit von Besuchern, Helfern und Mitarbeitern absolute Priorität vor wirtschaftlichen oder gemeinschaftlichen Interessen haben muss. Hierfür bittet der Magistrat der Stadt Staufenberg um Verständnis." Alle Verantwortlichen gingen aber davon aus, dass der Krämermarkt 2021 wieder stattfinden kann.

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