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Die Windräder bei Staufenberg sollen eine Nabenhöhe von 161 und einen Rotordruchmesser von 150 bis 158 Meter haben. (Symbolfoto: dpa)

Weniger Pacht bei Teilbetrieb

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Staufenberg (vh). Seit knapp zwei Jahren läuft das Verfahren zur Genehmigung des geplanten Windparks (drei Windräder) im Staufenberger Stadtwald an der Gemarkungsgrenze zu Ebsdorfergrund. Über den Sachstand informierte nun Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) den Finanzausschuss. Vom Projektentwickler, der Firmengruppe Max Bögl, berichteten Christian Theisen und Marko Vogt.

Er wisse, dass es Kritiker gebe, sagte Gefeller. Zum Beispiel wegen der Abholzung von Bäumen. Der Projektentwicker habe sich verpflichtet, dieselbe Fläche an geeigneter Stelle wieder aufzuforsten. Dann wurde der Horst eines Rotmilans entdeckt, der 950 Meter entfernt von den geplanten Standorten der Windräder zwei und drei liegt.

Das beim Regierungspräsidium Gießen anliegende Genehmigungsverfahren wird entweder den Vollbetrieb oder die teilweise Abschaltung beinhalten. Noch ist das nicht entschieden. Teilbetrieb bedeutet 20 Prozent weniger Energieeintrag und somit auch weniger Pachteinnahmen für die Stadt Staufenberg.

Anlagen der neuesten Generation

Die künftige Bürgerenergiegesellschaft Staufenberg soll den Windpark betreiben. Als Kommanditisten kommen Kommunen, Bürger und Stadtwerke in Frage. Der Projektierer wird den Windpark zunächst vorfinanzieren. Wie Vogt erläuterte, hätten die Bürger (Menschen aus dem Landkreis Gießen) nachdem der Windpark seinen Betrieb aufgenommen habe mindestens ein Jahr Zeit, um Anteile zu zeichnen.

Gefeller sagte, die Höhe der Beteiligung stelle er sich ab 10 000 Euro vor. Die Kalkulation der Rendite werde - konservativ geschätzt - bei vier bis sechs Prozent liegen. Theisen berichtete, die drei Windanlagen der neuesten Generation hätten eine Nabenhöhe von 161 Meter und einen Rotordurchmesser von 150 bis 158 Meter. Sie seien um zwei Dezibel leiser als die Windräder bei Hassenhausen, allerdings auch größer (Nabenhöhe dort: 134 Meter, Rotordurchmesser 131 Meter). Die Mindestpacht pro Anlage wurde angepasst. Sie beträgt nun 25 000 Euro (vorher 15 000 Euro). Hinzu kommt die prozentuale Pacht im Vollbetrieb (alle Windräder), für die 181 000 Euro beziffert werden.

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