Die Sternstunde mit coronakonformen Abständen. 	FOTO: VH
+
Die Sternstunde mit coronakonformen Abständen. FOTO: VH

Vorgeschmack auf »Martin Luther King«

  • vonVolker Heller
    schließen

Staufenberg (vh). Treiser Sternstunden werden gerne als besondere Gottesdienste beschrieben. Die Sternstunde zur Corona-Zeit im Freien setzte noch einen drauf. Man könnte sie als »sehr besonders« titulieren. Beim Freiluftgottesdienst an der evangelischen Michaelskirche wurde eine Anwesenheitsliste geführt, Besucher trugen Gesichtsmasken, auf der Wiese saßen Verwandte nebeneinander mit Sicherheitsabständen zu anderen Grüppchen im großen Halbkreis um das überdachte Eingangsportal.

Unter dem Dach hatten Daniela Werner und Max Hunt ihre Instrumente platziert. Knapp außerhalb war ein Altar improvisiert aufgestellt. Hunt und John Morrell (Gitarre, Gesang) machten Musik.

Das etwas sperrige Motto »Heute für morgen leben, konsumieren und wirtschaften« setzten die Teilnehmer aus dem Sternstunden-Team recht vielgestaltig um. Lenz meinte, die Sternstunde wolle keine Vorschriften machen, gebe aber Anregungen: »Das Thema treibt uns alle um. Wohin entwickelt sich unser Lebensstil?« Er wünschte sich Mut, um etwas zu probieren. Eine bessere Welt setze das Gespräch voraus. Bildlich betrachtet müssten dabei Mauern fallen. Lenz zitierte den Philosophen Schopenhauer: »Schlechte Menschen sehen überall Mauern.« Morrell und Hunt brachten passenderweise »Imagine« (John Lennon). Werner und der Musical-Chor hatten erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder einen Auftritt, ebenfalls mit Abstand zueinander. Es erklangen Songs aus dem Musical »Martin Luther King«. Das Werk sollte bereits im Frühjahr in der Wetzlarer Rittal-Arena mit über 1200 Singstimmen aufgeführt werden. Wegen Corona ist es auf den 8. und 9. Oktober 2021 verschoben.

Zehn Konfirmanden stellten sich vor und gaben ihre Zukunftsträume bekannt. Ein jugendlicher Flüchtling, der in Treis getauft und konfirmiert wurde, ermunterte die Zuhörer, heute in eine bessere Zukunft zu investieren. Morgen sei es zu spät.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare